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Kerber braucht Fed Cup für Tokio DTB-Damen fordern Seriensieger heraus

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Angelique Kerber braucht den Einsatz beim Finalturnier, um bei Olympia antreten zu dürfen.

(Foto: imago/Sven Simon)

Erstmals ermittelt der Fed Cup seinen Sieger in einem Finalturnier. Die deutschen Tennis-Damen müssen in Budapest gegen Tschechien und die Schweiz ran. Dafür hofft Teamchef Schüttler auf die Rückkehr von Angelique Kerber. Für die Topspielerin hängt von einem Einsatz wohl auch die Olympia-Teilnahme ab.

Das deutsche Fed-Cup-Team trifft bei der Premiere des Finalturniers in Budapest (14. bis 19. April) in der Vorrunde auf Tschechien und die Schweiz. Das ergab die Auslosung. Die Auswahl des Deutschen Tennis-Bundes (DTB) hatte sich beim Debüt von Teamchef Rainer Schüttler am vergangenen Samstag durch ein souveränes 4:0 in Brasilien für die Endrunde qualifiziert, obwohl sie ohne ihre Topspielerinnen Angelique Kerber und Julia Görges angetreten war.

In Budapest werden die dreimalige Grand-Slam-Siegerin und die frühere Wimbledon-Halbfinalistin wohl wieder zur Verfügung stehen. Kerber braucht auch noch einen Fed-Cup-Einsatz, um bei den Olympischen Spielen in Tokio (24. Juli bis 9. August) starten zu dürfen. Im Einzel gewann Kerber vor vier Jahren in Rio de Janeiro Silber – und für Tokio deutete sie an, dass es Überlegungen über einen Start im Mixed gemeinsam mit Alexander Zverev gebe.

Ihr bislang letztes Match für Deutschland absolvierte sie 2018 im Halbfinale gegen Tschechien, das das DTB-Team klar mit 1:4 verlor. Nun kommt es zum erneuten Duell mit den Tschechinnen, die zuletzt den Team-Wettbewerb bisweilen dominierten. Sei 2011 gingen sechs von neun Titeln an die Mannschaft um die derzeitige Nummer elf der Weltrangliste, Petra Kvitova.

Kerber braucht "noch ein bisschen Zeit"

Weiterhin plagen Kerber allerdings hartnäckige Oberschenkelprobleme, die ihr schon bei den Australian Open zu Jahresbeginn zusetzten. "Ich brauche noch ein bisschen Zeit, damit ich die Verletzung komplett auskuriere", sagte sie der "Süddeutschen Zeitung" im Interview: "Man muss sehen, wie es bei Belastung ist. Daher kann ich momentan nicht sagen, wie der Stand der Dinge ist." In Melbourne scheiterte Kerber im Achtelfinale an der Russin Anastassija Pawljutschenkowa. Generell werde sie weniger spielen und sich auf die großen Turniere konzentrieren.

Beim Finalturnier in der ungarischen Hauptstadt sind zwölf Teams am Start, gespielt werden vier Einzel und ein Doppel, die vier Gruppensieger ziehen ins Halbfinale ein. Den letzten Titel im alten Format gewann im November 2019 Frankreich. Deutschland triumphierte zweimal: 1987 in Vancouver gegen die USA und 1992 in Frankfurt/Main gegen Spanien.

Quelle: ntv.de, tsi/sid