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Handball-WM Dänen gewinnen Bronze

Erstmals seit 40 Jahren haben die dänischen Handballer wieder eine WM-Medaille gewonnen. Die Mannschaft von Trainer Ulrik Wilbek gewann vor 19.000 Zuschauern in der ausverkauften Kölnarena das "kleine Finale" gegen Europameister Frankreich mit 34:27 (21:15) und feierte nach dem zweiten Platz 1967 in Schweden den größten Erfolg bei einer Weltmeisterschaft. Bester Werfer bei Dänemark war der Flensburger Lars Christiansen (9/4), bei Frankreich trafen Jerome Fernandez (6) und Michael Guigou (6/3) am besten.

Die Dänen, die gegen Polen im Semifinale nach zweifacher Verlängerung mit 33:36 unterlagen, erwischten einen Start nach Maß. Nach fünf Minuten lagen sie 4:2 vorn, nach zwölf Minuten zogen sie beim 9:4 erstmals mit fünf Toren davon. Vor allem Dänen-Keeper Kasper Hvidt parierte glänzend und legte die Grundlage für das schnelle Konterspiel der Skandinavier. Der EM-Dritte ließ sich auch vom Ausscheiden des wurfgewaltigen Lars Moller Madsen (Fußverletzung) nach einer Viertelstunde nicht beeindrucken.

Die Franzosen, die im Halbfinale nach zweifacher Verlängerung gegen Deutschland mit 31:32 das Nachsehen hatten, wechselten dann den Kieler Schlussmann Thierry Omeyer gegen Yohann Ploquin aus und kamen vor dem Wechsel auf 14:18 (27.) heran. Nach Wiederanpfiff stand wieder Omeyer im Tor und plötzlich hatte er eine aggressivere Abwehr vor sich. Frankreich verkürzte in der 43. Minute durch den Kieler Nikola Karabatic auf 21:24. Doch die durchweg torgefährlichen Dänen hatten immer die bessere Antwort parat und zogen neun Minuten vor Ende auf 28:22 davon.

Quelle: n-tv.de