Dominic Thiem im ntv.de-GesprächDer Grand-Slam-Sieger, der im Lockdown eine neue "Liebe" fand

Die Sandplatzsaion läuft. Auf diesem Belag hat Dominic Thiem einige seiner größten Erfolge gefeiert. Seinen größten aber auf dem Hartplatz. Auf dem jubelte der Österreicher nach dem Sieg bei den US Open 2020 gegen Alexander Zverev. Ein knappes Jahr später verletzte er sich so stark am Handgelenk, dass er nie wieder in die Weltklasse zurückkehrte. Ende 2024 beendete er seine Karriere. Thiem ist nur noch selten auf den größten Turnieren der Welt zu sehen. Im Interview ist Thiem dennoch sehr entspannt und scheint mit dem Tennis abgeschlossen zu haben. Er hat sich dem Padel angenähert.
ntv.de: Herr Thiem, derzeit ist die Sandplatzsaison in vollem Gang, wir stehen kurz vor dem Highlight der French Open. Ganz ehrlich, denken Sie noch manchmal zwischendurch daran, dass Sie da jetzt auch auf dem Platz stehen könnten?
Dominic Thiem: Nein, überhaupt nicht. Das ist sehr weit weg mittlerweile. Ich war einen Tag in Madrid beim Turnier für das Next-Gen-Accelerator-Programm von PIF und ATP, was eine wirklich coole Sache war. Ich habe natürlich auch bei ein paar Trainings zugeschaut. Dann wird mir immer erst bewusst, wie gut ich selbst mal gespielt habe, wenn man jeden Tag trainiert und voll im Saft steht, vergisst man das manchmal bzw. kann man es gar nicht so genießen. Jetzt schätze ich es enorm, was ich erreicht habe, und bin auch wirklich sehr stolz darauf. Ich finde es auch toll, hin und wieder bei Turnieren dabei zu sein und das Ganze einfach passiv zu beobachten.
Also keinerlei Phantomschmerzen, dass die Tour ohne Sie weitergeht? Ich meine, Sie sind 32 Jahre alt, das ist ja noch kein Alter!
Nein, überhaupt keine Phantomschmerzen. Eher kleine Bedenken, dass etwas passieren würde, wenn ich jetzt trainieren und volle Intensität gehen müsste, speziell mit meinem Handgelenk. Mittlerweile bin ich voll in meinem neuen Lebensabschnitt angekommen und sehe mich nicht mehr als aktiven Spieler, vielmehr genieße ich meinen neuen Lebensabschnitt.
Spielen Sie noch zwischendurch?
Sehr selten. Dieses Jahr habe ich, glaube ich, dreimal gespielt. Wenn, dann spiele ich dann mit den Mädels und Jungs aus unserer Thiem Academy Burgenland. Ich habe ebenso ein Event, wo ich dieses Jahr wieder mit dabei bin, wo ich einmal hauptsächlich für die Kinder und Jugendlichen spiele. Es ist ein Ligamatch in Alt Erlaa, Wien. Ich habe so viel Tennis gespielt in meinem Leben, ich muss jetzt nicht mehr für mich selbst spielen. Ich freue mich, bei ausgewählten Matches bzw. Exhibitions mit dabei zu sein und anderen Leuten damit einen Mehrwert zu bieten. Wie gesagt, ich habe mich sehr stark angefreundet mit der passiven Mentorrolle, die ich in der Thiem Academy Burgenland, bei der ATP, wie auch bei den Bonn Open, ausüben werde. Das ist sehr cool mittlerweile.
Was machen Sie bei der ATP bzw. den Bonn Open?
Bei der ATP ist es das "PIF ATP Next Gen Accelerator Program". Da werden junge Spieler gefördert, beispielsweise auf dem Platz mit Wildcards, aber auch abseits des Platzes mit Unterstützung bei Finanzen oder auch Medientrainings. Dabei kann ich mit meiner jahrelangen Erfahrung einen Mehrwert bieten. Bei den Bonn Open genauso. Dort bin ich strategischer Partner und es wird dieses Jahr auch einen Tag geben, wo die Jugend sehr im Fokus steht. Darauf freue ich mich schon.
Sie haben sich jetzt dem Padel genähert. Wie kam es dazu?
Das war 2020 während des Covid-Lockdowns. Wir hatten in Österreich damals nur vier oder fünf Plätze in Wien, aber die waren Outdoor. Das war eine der wenigen sportlichen Aktivitäten, die im Lockdown erlaubt waren. Ich war dann mit Freunden sicher ein- bis zweimal die Woche spielen und wir sind da richtig reingekippt. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht. Ich habe damals entdeckt, was für eine coole Sportart das ist. Ich habe es dann natürlich, wie die Tour wieder startete, nie aus den Augen verloren, aber ich habe dann selber nicht mehr so viel gespielt. Seit meinem Karriereende habe ich wieder häufiger gespielt. Und dann sind wir mit smash in Kontakt gekommen, die eine sehr, sehr coole Vision haben. smash will Padel neu denken. smash ist auch kein klassischer Sportklub, sondern ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen, gemeinsam Spaß haben und gerne Zeit miteinander verbringen. Das Gründerteam ist jung, ambitioniert und erfahren, kommt aus der Start-up- und Immobilienwelt und bringt viel Know-how mit. Für mich war ziemlich schnell klar, dass ich bei Smash als Investor und strategischer Partner dabei sein will, weil ich darin ein unglaubliches Potenzial sehe.
smash ist ein Wiener Unternehmen, das sich auf den Bau von Padel-Anlagen, Outdoor wie Indoor, spezialisiert hat. Wie ist es zu Ihrer Zusammenarbeit mit smash gekommen?
smash hat uns direkt kontaktiert und wir sind ins Gespräch gekommen. Wir haben uns intensiv ausgetauscht und ich war sehr schnell begeistert von smash und ihrer Idee. Auch wie groß die Jungs von smash denken: Geplant sind 40 Courts bis Ende 2026 und 200 Courts bis Ende 2027, in Österreich, aber auch darüber hinaus. Ende des Jahres sind auch schon die ersten Standorte in Süddeutschland geplant, aber auch Berlin ist ein Thema.
Glauben Sie, dass Padel Tennis etwas mediale Aufmerksamkeit abluchsen kann? Was fasziniert Sie an dem Sport?
Ich denke, Tennis und Padel können sich sehr gut ergänzen. Klar ist, Tennis wird immer die Basis von allen Racketsportarten sein. Tennis ist mit den vier Grand-Slam-Turnieren oder mit der ATP- und WTA-Tour global super aufgestellt. In der breiten Öffentlichkeit und im Breitensport ist Padel aber schon sehr, sehr gut angekommen. Es spielen sehr viele Leute. Und ich bin sicher, dass die mediale Aufmerksamkeit auf dem professionellen Padel-Sport noch enorm steigen wird. Momentan kommen die meisten Weltklassespieler im Padel eher aus Spanien bzw. Südamerika, wie Argentinien. Sobald der erste Top-Profi aus Deutschland oder aus Österreich kommt, wird das mediale Interesse auch bei uns enorm wachsen. Und das führt uns jetzt wieder zu smash und ihrer Vision, nämlich den Sport breiter zugänglich zu machen, die Infrastruktur weiterzuentwickeln und Padel langfristig auf ein neues Level zu heben.
Es gibt eine Nachricht, die in den vergangenen Wochen die Tenniswelt beherrscht hat: Die Absage von Carlos Alcaraz für die French Open wegen einer Handgelenksverletzung. Als Sie damals Ihr Handgelenk beim Turnier auf Mallorca verletzt haben, sah man sofort, es ist etwas nicht in Ordnung. Bei Alcaraz ist sich niemand sicher, wo die Verletzung erstmals aufgetreten ist. Und wir kennen zu diesem Zeitpunkt noch nicht die genaue Diagnose. Riefe Carlos Alcaraz Sie heute an und fragte Sie nach Rat: Was würden Sie ihm da sagen?
Ich weiß leider auch nicht genau, was er hat. Bei meiner Verletzung damals ist die Sehnenscheide gerissen, später sogar noch einmal. Es kann bei ihm auch sein, dass sie angerissen oder stark gereizt ist, oder dass sich Flüssigkeit im Handgelenk gebildet hat, da gibt es viele Möglichkeiten. Das Handgelenk ist natürlich sehr heikel. Wir wissen alle, welch wichtiger Spieler er für die Tour ist. Ich hoffe, dass er die Verletzung gut behandelt und dass er fit zurückkommt, wann auch immer das sein wird.
Wenn Sie an Ihre Handgelenkverletzung und das Comeback denken: Gab es da Momente, in denen Sie Ihr Handgelenk geschont haben, vielleicht wegen der Verletzung nicht 100 Prozent gespielt haben? Oder haben Sie in irgendeiner Weise im Nachhinein noch Gründe identifiziert, warum es mit der Rückkehr in die Weltspitze nicht mehr geklappt hat?
Nach der Verletzung auf Mallorca habe ich wieder zu früh angefangen und dann ist das Ganze noch einmal gerissen. Das war ein Riesenproblem. Wäre es nur einmal gerissen, wäre es nicht so schlimm gewesen. Ich hatte einfach das Gefühl, dass ein paar Prozent von diesem Feingefühl, aber auch von dieser Schnelligkeit und von dieser Spritzigkeit im Handgelenk verloren gegangen war, die ich für mein Spiel, speziell für meine Vorhand, brauchte. Natürlich ist sie bis zu einem gewissen Grad zurückgekommen, aber nie wieder wie vor der Verletzung.
Ich hoffe, die Frage ist okay. Wie groß war damals der Frust während dieser Phase nach dem Comeback? In der die Rückkehr in die Weltspitze nicht mehr gelang? In der dann auch Niederlagen gegen Spieler dabei waren, die Sie wahrscheinlich vor der Verletzung besiegt hätten? Wie ging es Ihnen damals während dieser Zeit, in der es einfach nicht nach vorne ging?
Die Niederlagen, egal gegen wen, waren für mich nicht das größte Problem. Der größte Frust war für mich, dass ich immer gespürt habe, dass im Handgelenk ein paar Prozent fehlen, dass es nicht so ist wie vorher. Ich habe mich immer mit meiner besten Version verglichen. Ich habe gewusst, wie ich auf meinem absoluten Peak gespielt habe. Natürlich waren die Niederlagen bitter, aber die waren einfach eine Folgeerscheinung dessen, dass mich das Handgelenk bis zu einem gewissen Level limitiert hat.
Ich gehe jetzt mal davon aus, dass diese Handgelenkverletzung nicht stattgefunden hat. Sie würden wahrscheinlich heute noch spielen. Sie haben damals zur Zeit der Big Three plus Andy Murray gespielt. Die verabschiedeten sich bis auf Djokovic alle nach und nach in den Ruhestand. Die Generation um Alexander Zverev, Daniil Medvedev und Stefanos Tsitsipas hat sich vielleicht gedacht: Jetzt haben wir ein Fenster, in dem wir Grand Slam-Titel sammeln können. Auf einmal sind Jannik Sinner und Carlos Alcaraz da und teilen sich die Titel untereinander auf. Und diese Generation steht wieder hinten dran. Hypothetische Frage, aber wären Sie frustriert gewesen, dass da jetzt wieder zwei sind, die diesen Sport so beherrschen wie vorher drei andere?
Für mich ist das der ganz normale Lauf der Zeit: Bei Pete Sampras mit 14 Grand-Slam-Siegen wurde auch gesagt, es könnte ein Rekord für die Ewigkeit sein. Dann kamen Federer, Nadal und Djokovic und jetzt haben wir das gleiche Thema wieder. Das ist in meinen Augen ein komplett normaler Lauf der Zeit und wenn Sinner und Alcaraz älter werden, werden wieder Spieler nachkommen. Es kommen jetzt schon Spieler nach, die unglaublich spielen und es wird schon Spieler geben, die wir alle jetzt noch nicht einmal kennen, die in ein paar Jahren die Tour dominieren werden. Zverev, Medvedev und auch ich damals müssen damit umgehen und es so annehmen. Die wenigen Chancen, die sie bekommen, müssen sie so gut wie möglich nutzen.
Kommen wir auf Alexander Zverev zu sprechen. Sie haben bei den US Open 2020 ihren Grand Slam gewonnen. Zverev führte damals klar, auch im fünften Satz, Sie haben den Titel dennoch geholt. Sie haben damals ihren Grand Slam geholt, er ist weiterhin auf der Jagd. Glauben Sie, dass er noch einen Grand-Slam-Titel in sich hat?
Auf jeden Fall. Es werden noch Chancen kommen. Wenn sich eine Tür ein bisschen öffnet, dann muss er da durchgehen. Jetzt bei den French Open wird ein sehr schwieriger Gegner nicht dabei sein, aber so ist das im Spitzensport. Wenn Sascha jetzt die French Open gewinnt, wäre es auch nicht weniger wert, als wenn alle dabei wären. Verletzungen gehören leider zum Spitzensport. Ich hoffe für ihn sehr, dass er es nutzt. Seine Karriere ist jetzt schon unfassbar. Er hätte den Grand-Slam-Titel definitiv verdient.
Glauben Sie, ihm fehlt noch irgendwas? Und wenn ja, was?
Für mich hat er alles. Er hat das Finale gegen mich in fünf Sätzen verloren, das French-Open-Finale gegen Alcaraz 2024 in fünf Sätzen. Er hat schon alle Spieler besiegt. Aber ein Grand Slam ist eine extrem lange und intensive Reise. Es kann so viel passieren. Sinner oder Alcaraz oder auch damals die "Big 3" hatten jedes Jahr zwei- bis viermal die Chance, einen großen Titel zu holen. Die anderen haben diese Chance seltener und dann müssen sie diese Chance auch nutzen. Ich hoffe wirklich, dass sich solch eine Chance für Sascha noch bietet und er die dann nutzt.
Kommen wir zum österreichischen Tennis. Momentan gibt es einen kleinen Hype um Lilli Tagger. Letztes Jahr hat sie die French Open der Juniorinnen gewonnen, steht jetzt schon unter den Top 100, wird bei den French Open im Hauptfeld spielen. Kennen Sie sie und was halten Sie von ihr und ihrem Spiel? Sie hat auch eine einhändige Rückhand!
Ja, ich kenne sie ein bisschen. Ich habe sie ein paar Mal spielen gesehen. Ich finde es natürlich super, dass sie eine einhändige Rückhand spielt. Bei den Frauen kommt das noch seltener vor als im Herren-Tennis. Aber ihr Weg ist unglaublich. Sie stand vor eineinhalb Jahren noch außerhalb der Top 1000 und steht jetzt in den Top 100 und gibt bei den French Open ihr Grand-Slam-Hauptfeld-Debüt. Es wäre unglaublich, wenn sie hier einen Hype auslösen könnte. Ich glaube, dass das für den gesamten Frauensport in Österreich superwichtig sein könnte. Aber sie hat ein mega Umfeld. Das passt super und ich bin mir sicher, dass sie ihren Weg gehen wird.
Von außen macht es wirklich einen guten Eindruck. Sie hat mit Francesca Schiavone [ehemalige French-Open-Siegerin, d.Red.] eine Trainerin, die in ihrer aktiven Zeit auch die einhändige Rückhand gespielt hat.
Das Umfeld ist super und auch wie sie spielt, und das mit 18 Jahren. Sie strahlt eine große Ruhe und dennoch Entschlossenheit aus. Das lässt für die Zukunft sehr viel versprechen.
Gibt es ein männliches Pendant im Juniorenbereich oder was braucht es dann, den nächsten Dominic Thiem hervorzubringen?
Es braucht richtig viel. Die Dichte im Tennis ist extrem hoch. Was man in Österreich immer ein bisschen unterschätzt: Wir sind nicht das allergrößte Land, aber für die Größe des Landes läuft es wirklich gut. Wir hatten Thomas Muster, dann Jürgen Melzer, dann mich. Drei Top-10-Spieler in einem relativ kurzen Zeitraum. Wir hatten auch bei den Frauen zwei Top-10-Spielerinnen. Jetzt mit Tagger eine potenzielle Top-10-Spielerin. Es dauert etwas länger, aber es ist trotzdem stark für ein Land wie Österreich. Wir haben mit Joel Schwärzler jemanden, der vor zwei Jahren Nummer eins in der Junioren-Weltrangliste war. Der ist erst 19 und steht jetzt auf Platz 170. Wir haben jetzt gerade wieder mit Thilo Behrmann einen Spieler, der in die Top 10 der Junioren-Weltrangliste eingezogen ist. Wir können uns in Österreich glücklich schätzen, dass Tennis immer in aller Munde ist. Die Zukunft sieht gut aus.
Wir führen im Moment in Deutschland die Diskussion, was der Nachwuchs macht? Derzeit verfügt der DTB über einige Talente, die Hoffnung machen. Wie viel Arbeit fällt bei der Entwicklung eines solchen Talents auf den Verband zurück? Und wie viel macht das persönliche Umfeld? Wie viel Unterstützung braucht es vom Verband für einen jungen Spieler, für eine junge Spielerin?
Das Allerwichtigste ist, dass der Spieler oder die Spielerin das ideale persönliche Umfeld hat. Und das kann sowohl im Verband sein, wenn die Trainer-Spieler-Beziehung perfekt passt. Aber wenn das persönliche Umfeld passt, wenn der Vater oder die Mutter das Kind coacht und das gut passt, dann muss der Verband hintenanstehen. Im Vordergrund steht die persönliche Entwicklung für den jungen Spieler. Ob das der Verband ist oder nicht, ist egal. Aber die finanzielle Unterstützung des Verbandes ist sehr wichtig. Wir wissen alle, dass Tennis finanziell sehr anspruchsvoll ist. Wenn da alle harmonisch zusammenarbeiten und wirklich das beste Umfeld für die jeweilige Spielerin, den jeweiligen Spieler schaffen, ist das schon sehr entscheidend. Das muss aber individuell entschieden werden.
Können Sie sich vorstellen, den persönlichen Abstand zum Tennis nochmal so zu verringern, dass man Sie vielleicht auch in Zukunft mal in der Coaching-Box erlebt?
Thiem: Nein, das kann ich mir gar nicht vorstellen. Je länger das Karriereende her ist, desto weniger kann ich es mir vorstellen, jetzt ganz nah dabei zu sein. Als Trainer bedeutet es dann auch, das gleiche Leben wie die Spieler zu führen mit allen Reisen und Verpflichtungen. Und das will ich überhaupt nicht. Aber ich liebe den Sport und Tennis hat mir so viel gegeben. Deshalb werde ich immer involviert sein. Und meine Rolle in unserer Thiem Academy Burgenland zurzeit gefällt mir wirklich sehr. Ich stehe nicht auf dem Platz, das können andere besser. Aber natürlich stehe ich immer für Rat und Tat zur Seite, weil ich den ganzen Weg von meinem siebten Lebensjahr bis zu meinem Karriereende selbst gegangen bin. Ich kann sehr viel weitergeben. Natürlich auch, weil ich wertvolle Kontakte in der ganzen Tenniswelt habe.
Letzte Frage. Die Tennisfans kennen Sie als den Grand-Slam-Sieger der US Open 2020, sie spielten zweimal im French-Open-Finale, gewannen 17 Titel auf der ATP-Tour. Der Nicht-Tennis-Fan kennt Sie über ein Meme. Haben Sie sich darüber gefreut, als Sie das Meme das erste Mal gesehen haben?
Thiem (lacht): Als ich das das erste Mal gesehen habe, hätte ich mir nie gedacht, dass es solche Wellen schlägt. Aber mir wird es täglich zwei-, dreimal vorgeschlagen auf Social Media. Ich höre es auch täglich auf der Straße. Aber das ist schon eine coole, fast legendäre Geschichte. Das ist doch schon sechs Jahre her.