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Jason Terry, Nowitzkis wichtigster Helfer Der "Jet" startet endlich durch

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Bereit für Höhenflüge: Jason Terry, genannt "Jet", und hinter Dirk Nowitzki wichtigster Scorer der Mavericks.

(Foto: dapd)

Jason Terry, von seinen Teamkollegen nur "Jet" genannt, avanciert im NBA-Finale zwischen den Dallas Mavericks und Miami Heat endlich zum entscheidenden Faktor und entlastet Superstar Dirk Nowitzki. In Spiel sechs wollen beide gemeinsam abheben - und die erste Meisterschaft feiern.

Flugzeuge brauchen eine Anlaufphase beim Start, um die nötige Geschwindigkeit aufzunehmen. Ganz ähnlich ging es Jason Terry, dessen Spitzname "Jet" lautet, im NBA-Finale zwischen seinen Dallas Mavericks und Gegner Miami Heat. Nachdem der Mannschaftskollege von Dirk Nowitzki in den ersten drei Finalspielen nicht auf Betriebstemperatur gekommen und hinter den Erwartungen zurückgeblieben war, avancierte er in den Partien vier und fünf der "Best of Seven"-Serie zum mitentscheidenden Akteur.

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Terry ist neben Nowitzki der einzige Mavericks, der schon in den verlorenen NBA-Finals 2006 dabei war.

(Foto: dpa)

"Jet war phänomenal. Er spielte aggressiv, war von Beginn an präsent und kam schnell in die Partie. Das ist der Jet, den wir brauchen", lobte Nowitzki den Guard, der beim 112:103 vor heimischer Kulisse auf 21 Punkte, vier Rebounds und sechs Assists kam. Auch NBA-Veteran Jason Kidd fand nach dem Erfolg anerkennende Worte für Terry: "Jet hat heute Abend einige unglaubliche Körbe geworfen. Wenn er ins Rollen kommt, ist es schwer, ihn aufzuhalten."

Genauso wie ein Flugzeug. Es dauerte aber, bis die Triebwerke liefen. Gerade einmal 13,3 Punkte pro Begegnung gelangen dem "Jet" in den Finalspielen eins bis drei, von denen Dallas zwei Begegnungen verlor. In den letzten beiden Duellen gegen Miami gegen Miami, in denen Dallas aus dem 1:2 eine 3:2-Führung machte und sich zwei Matchbälle erspielte, steigerte sich der "beste sechste Mann" der Saison 2009 auf einen Schnitt von 19 Zählern und bewies vor allem im letzten Viertel seine Qualitäten.

Große Leistung in Spiel fünf

Beim 86:83-Comeback-Sieg im vierten Spiel markierte Terry sieben seiner 17 Punkte im Schlussabschnitt. Noch entscheidender präsentierte sich der 33-Jährige in den letzten dreieinhalb Minuten des fünften Spiels. Als die Mavericks erneut einem Rückstand hinterherlaufen mussten, warf der "Jet" seine Triebwerke an und spielte groß auf.

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Es ist ganz einfach: Trifft Terry im Schlussviertel, verlieren die Mavericks nicht.

(Foto: AP)

Acht Punkte, zwei wichtige Assists - für Nowitzkis Dunking und Kidds Drei-Punkte-Wurf - sowie zwei Defensiv-Rebounds ließen Terry im American Airlines Center innerhalb weniger Momente zum Helden des Abends werden. "Es ist mein Job. Die gesamte Saison über bin ich der Mann für das vierte Viertel. Meine Mitspieler verlassen sich auf mich. Egal, was in den ersten drei Abschnitten passiert, ich muss im letzten Viertel präsent sein", sagte Terry nach seiner Gala-Vorstellung.

Bereit für neue Sphären

Diese war auch nötig, denn bei den beiden Niederlagen zuvor war ihm im Schlussviertel kein einziger Punkt gelungen. Umso erfreuter war Dallas-Coach Rick Carlisle. "Jason hat in den gesamten Playoffs stark gespielt. Heute Abend war er sensationell, speziell im vierten Abschnitt", sagte der Trainer.

Der "Jet" hat Fahrt aufgenommen, das Ende der Landebahn ist nur noch einen Sieg entfernt. Sollte es Terry mit seinen Teamkollegen ausgerechnet in der American Airlines Arena in Miami gelingen, den entscheidenden vierten Sieg einzufahren und damit erstmals die NBA-Krone nach Dallas zu holen, können sich alle sicher sein: Der "Jet" wird in Sphären aufsteigen, die er in seiner zwölfjährigen NBA-Karriere noch nie erreicht hat.

Quelle: ntv.de, sid