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Stream ist 15 Minuten nicht zu sehen Deutscher WM-Auftakt wird zum Blackout

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Vor dem Spiel lief die Übertragung einwandfrei...

(Foto: dpa)

Der Handball-Bund feiert die Übertragung der deutschen WM-Spiele durch einen Sponsor als "Rettung des Handballs". Doch die Freude hält nicht lange. Nach fünf Minuten bricht der Stream vorübergehend ab. Der Sponsor sieht die Schuld indes nicht bei der Technik.

Super-GAU für die deutschen Handball-Fans: Die Live-Übertragung im Internet des Auftaktspiels der Deutschen bei der Weltmeisterschaft in Frankreich gegen Ungarn (27:23) ist zu Beginn massiv gestört gewesen. Sowohl der Stream auf dem Portal der Deutschen Kreditbank (DKB) als auch bei YouTube fielen nach rund fünf Spielminuten beim Stand von 1:1 aus. Vor schwarzem Hintergrund war nur der Schriftzug "Dieses Video ist nicht verfügbar" zu sehen. In den sozialen Medien brach kurze Zeit später ein Shitstorm los. Viele Fans machten ihrem Ärger Luft.

*Datenschutz

Der Ausfall dauerte mehr als 15 Minuten, danach waren keine gravierenden Störungen des Streams mehr bekannt geworden. "Nach unseren bisherigen Informationen waren der Grund des temporären Ausfall keine Serverprobleme oder der hohe Ansturm mit über 500.000 Fans, sondern eine Unterbrechung des Livestreams durch den Rechtevergeber", teilte ein DKB-Sprecher mit. "Wir gehen derzeit davon aus, dass wir alle weiteren Spielen störungsfrei übertragen können."

"Die Verantwortlichen müssen nun klären, woran es lag", sagte DHB-Präsident Andreas Michelmann. Die DKB, der Titelsponsor der Handball-Bundesliga, hatte sich die Rechte an Livebildern von der WM in Frankreich für einen Internet-Livestream gesichert, nachdem sich der Rechteinhaber BeIn weder mit öffentlich-rechtlichen noch mit privaten Fernsehsendern in Deutschland einigen konnte. Auch Pay-TV-Sender Sky sowie weitere Streamingdienste hatten die Rechte nicht bekommen.

"Mit dieser Aktion rettet die DKB den deutschen Handball", hatte  DHB-Vizepräsident Bob Hanning erklärt. Der Livestream der WM-Spiele wird mit YouTube als technischem Partner umgesetzt. Die ersten Minuten der Übertragung funktionierten noch reibungslos, das erste deutsche WM-Tor durch Kai Häfner war noch sehen - dann ging rund 18 Minuten nichts mehr.

Quelle: ntv.de, mbo/sid/dpa