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Einzug ins Wimbledon-Finale Djokovic kommt seinem Traum etwas näher

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34 Jahre und auf dem Höhepunkt seiner Karriere: Novak Djokovic träumt bereits vom Golden Slam.

(Foto: imago images/Shutterstock)

Australian Open, French Open - nun könnte Novak Djokovic dieses Jahr auch Wimbledon gewinnen. Im Halbfinale zeigt er bereits den dafür nötigen Kampfgeist. Es wäre sein 20. Titel bei einem der vier großen Turniere. Sein Gegner steht hingegen zum ersten Mal in einem Grand-Slam-Endspiel.

Matteo Berrettini eröffnet in Wimbledon einen denkwürdigen italienischen Sport-Sonntag in London. Bevor die Fußballer der Squadra Azzurra in Wembley gegen England Europameister werden wollen, kann Berrettini nach seinem Halbfinal-Sieg gegen den Polen Hubert Hurkacz für den ersten italienischen Titel bei dem Rasen-Klassiker sorgen (15 Uhr/Sky). Das allerdings will Novak Djokovic verhindern.

Auf seiner Rekordjagd siegte der serbische Weltranglisten-Erste am Freitag 7:6 (7:3), 7:5, 7:5 gegen den Kanadier Denis Shapovalov, der im ersten Satz 5:3 führte und viele Chancen besaß. Doch Djokovic bewies mit Kampfgeist und Nervenstärke in den rechten Momenten, warum er derzeit der Beste der Welt ist und feierte den hart erkämpften Erfolg nach 2:44 Stunden stürmisch. "Ich denke nicht, dass das Ergebnis alles über das Match sagt", erklärte der fünfmalige Wimbledon-Champion.

Der 34-Jährige strebt den Gewinn seines 20. Grand-Slam-Titels an und damit die Einstellung des Rekordes von Roger Federer und Rafael Nadal. Zudem will Djokovic auf Kurs Golden Slam bleiben: dem Gewinn der vier wichtigsten Turniere sowie von Olympia-Gold im selben Jahr. In Wimbledon kann er schon den dritten der dafür nötigen fünf riesigen Schritte machen.

"Der Traum geht weiter"

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Matteo Berrettini steht das erste Mal in seiner Karriere in einem Grand-Slam-Endspiel.

(Foto: imago images/PanoramiC)

"Das ist das speziellste Turnier für mich, der Traum geht weiter", sagte Djokovic. "In dieser Zeit meiner Karriere sind die Grand Slams alles für mich." Berrettini sorgte zuvor für eine Premiere - weder bei den Damen noch bei den Herren gab es zuvor bei dem legendären Turnier ein Finale mit italienischer Beteiligung. "Das wird ein harter Sonntag für die Italiener, oder? Aber ich denke, wir verdienen es", sagte er. "Das ist ein großer Tag, ein großer Sport-Tag. Ich freue mich sehr, dass wir zusammen mit dem Fußball nun der größte Sport in Italien sind."

Der 25-Jährige brauchte beim 6:3, 6:0, 6:7 (3:7), 6:4 gegen Hurkacz gut zweieinhalb Stunden, um sein erstes Grand-Slam-Endspiel zu erreichen. Ein paar Fans sangen daraufhin scherzhaft die Fußball-Hymne "Football's coming home", Italiens Nationaltrainer Roberto Mancini gratulierte sofort. "Am Sonntag alle mit dem Herzen in Wimbledon und Wembley", twitterte er.

"Mir fehlen die Worte, ich werde ein paar Stunden brauchen, um das zu verarbeiten", sagte der stolz lächelnde Berrettini. "Ich habe ein großartiges Match gespielt. Davon habe ich nie geträumt, weil es zu viel war. Das ist der bisher beste Tennis-Tag in meinem Leben." Der 24-jährige Hurkacz verpasste es seinerseits, als erster Pole in das Herren-Finale einzuziehen, nachdem er zuvor die Hoffnungen des achtmaligen Champions Federer beendet hatte.

Quelle: ntv.de, kst/dpa

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