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Biathlon-Sieg im Massenstart Doll setzt ein dickes Ausrufezeichen

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Jubelnder Sieger: Benedikt Doll.

(Foto: imago images/GEPA pictures)

Starker Sieg, bester Zeitpunkt: Pünktlich vor Olympia befindet sich Biathlet Benedikt Doll in Topform und siegt im Massenstart. Bei seinem ersten Weltcupsieg in dieser Saison gelingt dem 31-Jährigen eine Machtdemonstration mit Blick auf den zwölfmaligen Weltmeister Johannes Thingnes Bö aus Norwegen.

Nach seiner Machtdemonstration im Massenstart bekam Benedikt Doll das Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht. 13 Tage vor dem Start der Olympischen Spiele in Peking (4. bis 20. Februar) setzte der 31 Jahre alte Biathlet mit seinem dritten Weltcupsieg ein dickes Ausrufezeichen und unterstrich eindrucksvoll seine Medaillenambitionen.

"Ich bin unfassbar glücklich. Nach dem letzten Schießen habe ich gewusst, dass es läuferisch richtig gut geht. Ich habe mir gesagt, dass ich offensiv rangehe und etwas riskiere. Es ist richtig schön, dass es mit dem Sieg aufging", sagte ein strahlender Doll in der ARD. Zuletzt hatte er schon mit Platz zwei im Sprint von Ruhpolding gezeigt, dass mit ihm in Peking zu rechnen sein wird.

Auch Ex-Kollege Arnd Peiffer war begeistert, nachdem Doll auf der letzten Runde sogar den Norweger Johannes Thingnes Bö in Schach gehalten hatte. "Er hat sich nicht beirren lassen und ist belohnt worden. Die Form und das Selbstvertrauen stimmen", sagte Peiffer, fügte aber mit Blick auf Olympia an: "Er muss weiter demütig bleiben."

Kühn sucht den Rhythmus

Doll, vor Bö Stärkster in der Loipe, triumphierte über 15 Kilometer im letzten Einzelrennen der Männer vor Olympia in 37:14,9 Minuten mit einem Schießfehler vor Bö (3/+31,3) und dessen Landsmann Sturla Holm Lägreid (3/1:28,8 Minuten). Zuletzt gewann Doll im Dezember 2019 den Sprint von Annecy. Zudem wurde er 2017 Sprint-Weltmeister.

Johannes Kühn, bisher einziger deutscher Saisonsieger, kam nach überstandener Corona-Infektion nach fünf Schießfehlern (+3:21,4) auf Rang 19. Für Kühn ging es in erster Linie darum, nach seiner Pause "in den Rhythmus zu kommen". Schon vor dem Start hatte er gemutmaßt, "dass es formtechnisch schwierig sein könnte". Immerhin gehe es ihm gesundheitlich aber gut. Roman Rees (6/3:33,0) belegte den 21. Platz. Erik Lesser und Philipp Nawrath hatten auf den Weltcup in Antholz verzichtet.

Am Sonntag (12.15 Uhr/ARD und Eurosport) steht noch die Staffel über 4x7,5 Kilometer auf dem Programm. Aussagekraft in Richtung Olympia hat die Staffel allerdings nicht, da das DSV-Team mit der zweiten Garnitur antreten wird. Auch Doll hatte angekündigt, dass er auf einen Einsatz wohl verzichten wird.

Quelle: ntv.de, dbe/sid

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