Sport

Journalist bekommt WM-Visum Doping-Experte Seppelt darf nach Russland

imago76129260h.jpg

Hajo Seppelt

(Foto: imago/Reiner Zensen)

In Russland gilt Hajo Seppelt nach seinen Recherchen zum Doping-Skandal als "unerwünschte Person". Sein Visum zur Fußball-Weltmeisterschaft wird daher abgelehnt. Nach Druck der Bundesregierung lenkt die Regierung in Moskau ein.

ARD-Doping-Experte Hajo Seppelt darf nun doch zur Fußball-Weltmeisterschaft nach Russland reisen. Der Journalist werde ein Visum von Moskau bekommen. Das teilte Außenminister Heiko Maas mit. Das vom SWR beantragte Visum war zuvor für ungültig erklärt worden.

Seppelt steht auf einer Liste der in Russland "unerwünschten Personen". Der Journalist hatte mit seinem Film "Geheimsache Doping: Wie Russland seine Sieger macht" die Aufdeckung des russischen Dopingskandals ins Rollen gebracht.

Zahlreiche Instanzen hatten sich für Seppelt eingesetzt. Bundeskanzlerin Angela Merkel appellierte an Moskau, die Einreise des Journalisten zu ermöglichen. "Es stünde Russland als Gastgeber schlecht an, wenn es so offensichtlich die Pressefreiheit vor den Augen der Welt beschnitte", sagte der Sprecher der Kanzlerin, Steffen Seibert.

DFB-Chef setzt sich für Seppelt ein

DFB-Präsident Reinhard Grindel hatte bereits Fifa-Boss Gianni Infantino in die Pflicht genommen, damit der ARD-Journalist doch noch ein Visum für die Fußball-WM in Russland bekommt. Die von der Fifa organisierte Fußball-Weltmeisterschaft gilt als eines der größten Medienereignisse der Welt und findet in diesem Jahr im Zeitraum vom 14. Juni bis 15. Juli statt.

"Ich habe Infantino deutlich gemacht, dass er persönlich bei der russischen Regierung vorstellig wird, um die Einhaltung der Staatsgarantien zu fordern", sagte Grindel bei der Vorstellung des vorläufigen deutschen WM-Kaders in Dortmund.  "Er wird noch einmal aktiv werden. Ich bin zuversichtlich, dass das nicht ohne Wirkung bleiben wird."

*Datenschutz

Quelle: n-tv.de, mba/dpa

Mehr zum Thema