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Bruder-Duell im NBA-Halbfinale Ein Curry schreibt Geschichte, einer fliegt

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Bisweilen gingen die Curry-Brüder im NBA-Halbfinale auch in den Infight. Am Ende siegte Stephen (l.) deutlich über Seth (r.).

(Foto: USA TODAY Sports)

Schon vorm heißen Curry-Duell im NBA-Halbfinale zwischen Meister Golden State und Herausforderer Portland steht fest: Ein Bruder wird verlieren. Am Ende feiert Stephen Curry mit den Warriors nicht nur einen historischen Finaleinzug, sondern auch ein Triple-Double-Novum.

Auf dem Spielfeld umarmten sich Stephen und Seth Curry ganz fest, sie tauschten ein paar Worte aus, und sie tauschten ihre Trikots. Glücklich war nach dem Bruderduell aber nur der Ältere. "Einer musste verlieren", sagte Stephen Curry. Kurz zuvor war der Superstar mit den Golden State Warriors durch einen Sieg bei den Portland Trail Blazers ins NBA-Finale eingezogen - Seth ist raus.

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Auf schnellstem Wege, mit 4:0, entschied der Meister die Halbfinalserie für sich. Auf dem Papier eine klare Angelegenheit, doch beim 119:117 nach Verlängerung waren die Warriors nicht zum ersten Mal auf dem Basketballcourt an ihre Grenzen gegangen. "Am Ende ist es ein Sweep, aber wir mussten bei drei der vier Siege kratzen und beißen", sagte Trainer Steve Kerr: "Es war schwieriger, als es aussah."

Erster Hattrick seit 2002 winkt

Die Franchise aus Oakland im US-Bundesstaat Kalifornien steht als erstes Team seit fast 60 Jahren zum fünften Mal nacheinander im Finale. Von 1957 bis 1966 waren die Boston Celtics Dauergast, in den 80er Jahren schaffte es der Rekordmeister viermal nacheinander so weit (1984-1987) - so wie Golden State und die Cleveland Cavaliers seit 2015. Durch das Weiterkommen spielen die Warriors um den ersten Hattrick seit 2002, damals hatten die Los Angeles Lakers zum dritten Mal in Folge triumphiert.

Curry und Draymond Green schafften sogar etwas, das es vorher in einem Playoff-Spiel noch nie gegeben hatte. Beiden Teamkollegen gelang ein Triple-Double, also zweistellige Werte in drei Kategorien. Curry kam auf 37 Punkte, 13 Rebounds und 11 Assists, in Greens Statistik standen die Zahlen 18, 14 und 11. Für die dezimierten Warriors ist jetzt Warten angesagt. Sie können die Zeit brauchen, in Kevin Durant, Andre Iguodala und DeMarcus Cousins fehlten am Montag drei Starter verletzt. Erst am 30. Mai geht es für den Champion von 2015, 2016 und 2018 weiter, dann werden die Warriors von den Toronto Raptors oder den Milwaukee Bucks gefordert. In der Serie steht es 2:1 für Hauptrundensieger Milwaukee.

"Hat mich schon immer verpetzt"

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Die Curry-Eltern Sonya und Dell (l.) verfolgten das Playoff-Duell ihrer Söhne in Spezialtrikots.

(Foto: USA TODAY Sports)

Der 31-jährige Steph Curry spielt wieder um den großen Preis, der 28-jährige Seth Curry muss wieder zuschauen. Gemeinsam mit den Eltern, die sich für das Halbfinale speziell ausgerüstet hatten. Der frühere NBA-Profi Dell Curry trug auf der Tribüne ein zusammengenähtes Trikot, Vorderteil von den Warriors, Rückseite von den Trail Blazers, bei seiner Frau Sonya war es umgekehrt.

Sie drückte beiden Kindern die Daumen, nur einer konnte durchkommen. Dafür war schon vor dem Duell klar, dass ein Curry sicher im Finale steht. Der Ausgang war keine Überraschung, auch wenn sich Portland teuer verkaufte. "Für ihn ist das erst der Anfang", sagte Steph Curry über Seth: "Ich hab ihn umarmt und ihm zu einer großartigen Serie gratuliert. Daran werden wir uns lange erinnern. Ich hänge sein Trikot an die Wand, oder woanders hin."

Dass Seth lautstark reklamierte, als ein Schrittfehler des großen Bruders nicht geahndet wurde, nahm Stephen Curry mit Humor. "Er hat mich schon immer verpetzt, seit er auf der Welt ist."

Quelle: n-tv.de, Uli Schember, sid

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