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Dopingmittel für Radprofis Früherer Sky-Arzt schuldig gesprochen

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Freeman betreute unter anderem den ersten britischen Tour-Sieger.

(Foto: AP)

Jahrelang betreut Richard Freeman als Arzt den britischen Radsport-Verband und das Sky-Team. Während seiner Amtszeit fahren beide große Erfolge ein. Nun spricht ihn ein Gericht schuldig, 2011 Dopingmittel zur Leistungssteigerung beschafft zu haben.

Der frühere Arzt des britischen Radsport-Verbandes und des Teams Sky, Richard Freeman, ist wegen der Beschaffung von verbotenen Substanzen mit der Absicht der Leistungssteigerung für schuldig befunden worden. Das gab der britische Gerichtshof für Mediziner in Manchester bekannt.

Im Jahr 2011 hatte Freeman 30 Beutel Testosteron-Gel ins Velodrome von Manchester geordert. "Das Gericht hat festgestellt, dass Dr. Freeman das Testogel in dem Glauben oder Wissen bestellt und emfpangen hat, dass es einem Athleten zur Steigerung der Leistung verabreicht wird", sagte Richter Neil Dalton. Freeman habe sich in ein "Muster von Lügen" verstrickt, um seine Handlungen zu vertuschen.

Freeman, der zwischen 2009 und 2017 für British Cycling und das heute in Ineos umbenannte Team Sky gearbeitet hatte, hat jegliche verbotene Handlung stets bestritten. Das Urteil ist noch nicht das Ende des seit Februar 2019 andauernden Prozesses. Erst im April soll entschieden werden, ob Freeman seine Zulassung als Arzt verliert. Zudem ermittelt die britische Anti-Doping-Agentur gegen Freeman.

Das 2010 gegründete Team Sky hat sich zu einer der erfolgreichsten Mannschaften entwickelt und 2012 in Sir Bradley Wiggins den ersten britischen Sieger der Tour de France hervorgebracht. In der Folge musste sich Sky immer wieder mit Dopingvorwürfen auseinandersetzen. So wurde bekannt, dass Wiggins aus therapeutischen Gründen vor seinem Tour-Sieg ein eigentlich verbotenes Kortikosteroid verabreicht werden durfte. Ein Jahr nach Freemans "Testogel"-Bestellung holten die britischen Bahnradfahrer bei den Sommerspielen in London sieben Goldmedaillen.

Quelle: ntv.de, ses/dpa

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