Sport

Fußballtrainer im Krankenhaus Für Villas-Boas ist die Rallye Dakar vorbei

add4595d82e4961ce8dc02ec5e2dd790.jpg

Das war VOR dem Start: André Villas-Boas.

(Foto: dpa)

Nach nicht einmal vier Etappen muss André Villas-Boas bei seiner Premiere die Rallye Dakar beenden. Nach einem Unfall landet der Fußballtrainer im Krankenhaus. Derweil landet eine Legende ihren ersten Erfolg: Sebastien Loeb aus Frankreich holt sich den Tagessieg.

Für den portugisischen Fußballtrainer André Villas-Boas ist das Debüt bei der Rallye Dakar schmerzhaft zu Ende gegangen. Der ehemalige Trainer des FC Porto und des FC Chelsea musste nach einem Unfall auf der vierten Etappe im Krankenhaus untersucht werden und das legendäre Langstreckenrennen aufgeben. "Die Dakar ist für uns leider vorbei. Sagt allen, dass es Ruben und mir gut geht", teilte er mit.

Bei einem Sprung in den Dünen kamen Villas-Boas und sein Co-Pilot Ruben Faria mit ihrem Toyota Hilux zuerst mit der Front des Fahrzeugs auf. Villas-Boas klagte über Rückenschmerzen, nach Angaben seines Teams seien bei den Untersuchungen aber keine Brüche festgestellt worden. Villas-Boas, der unter anderem auch Tottenham Hotspur trainiert hatte, ist im Motorsport kein Unerfahrener. Seit Jahren ist der 40-Jährige ein begeisterter Motorradfahrer, sein Onkel Pedro Villas-Boas bestritt die Dakar im Jahr 1982. Auf Empfehlung eines Freundes verzichtete Villas-Boas jedoch darauf, bei der Rallye mit dem Motorrad zu starten.

Legende Loeb fährt Tagessieg ein

4372d88bb40f5f98ab1286c1c3ef53d2.jpg

Die Bilder gleichen sich: Das hier ist Sebastien Loeb in seinem Peugeot.

(Foto: AP)

Derweil hat der neunmalige Weltmeister Sebastien Loeb seinen ersten Tagessieg bei der Rallye Dakar gefeiert. Der Franzose gewann besagte vierte Etappe rund um San Juan de Marcona in Peru und führte dabei ein Peugeot-Trio an. Loeb kam mit einem Vorsprung von 1:35 Minuten auf Carlos Sainz aus Spanien und 3:16 Minuten auf Rekordsieger Stephane Peterhansel aus Frankreich ins Ziel.

Auch in der Gesamtwertung dominiert Peugeot: Weiterhin an der Spitze liegt Peterhansel mit einem Polster von 6:55 Minuten auf Loeb und 13:06 auf Sainz. Wie bereits in den vergangenen zwei Jahren wird der Gesamtsieger wohl auch bei der 40. Dakar in einem der Peugeot-Buggys sitzen. Der Katari Nasser Al-Attiyah, bislang härtester Rivale der Franzosen, hatte großes Pech und fiel aufgrund technischer Probleme an seinem Toyota weit zurück.

Er hat nun als Vierter einen Rückstand von 58:48 Minuten auf Peterhansel und ist damit ähnlich chancenlos wie die Piloten des X-raid-Teams. Jakub Przygonski aus Polen ist auf Rang neun (1:35:30 Stunden zurück) noch der bestplatzierte Fahrer der hessischen Mannschaft.

Motorrad-Vorjahreschampion Sam Sunderland (KTM/Großbritannien) stieg dagegen aus, er klagte über Rückenschmerzen und konnte die Marathon-Rallye nicht fortsetzen. Das vierte Teilstück gewann der Franzose Adrien van Beveren (Yamaha), der sich damit zugleich an die Spitze der Gesamtwertung setzte. Sunderland hatte das Klassement bis zu seinem Ausstieg noch angeführt. Der deutsche Starter Jürgen Drössiger war nach einem Verkehrsunfall ausgestiegen. An diesem Mittwoch führt die fünfte Etappe über 267 Wertungskilometer von San Juan de Marcona nach Arequipa. Nicht nur in Peru wird in diesem Jahr gefahren, außerdem stehen Teilstücke in Argentinien und Bolivien an.

Quelle: n-tv.de, sgi/sid

Mehr zum Thema