Sport

Rees glücklich, Bö enteilt Furiose Herrmann-Wick vor Heim-WM in Topform

4deb6e5085e6791328e02f5946a35f34.jpg

Herrmann-Wick siegt an einem ihrer Lieblingsorte.

(Foto: dpa)

Die strahlende Siegerin kommt aus Deutschland: Denise Herrmann-Wick lässt sich auf der Zielgeraden des Biathlon-Weltcups von Antholz feiern. Ihr zweiter Saisonsieg kommt zur perfekten Zeit, die Heim-WM in Oberhof naht. Bei den Männern siegt seit vielen Rennen nur noch einer.

Auf der Zielgeraden blieb Denise Herrmann-Wick sogar noch genügend Zeit, um den Jubel der Fans aufzusaugen. Strahlend reckte die beste deutsche Biathletin den rechten Arm in den Himmel von Antholz und bejubelte ihr Mini-Jubiläum. Keine drei Wochen vor der Heim-WM setzte die Olympiasiegerin im Verfolgungsrennen mit dem zehnten Weltcupsieg ihrer Karriere ein dickes Ausrufezeichen.

Mit ihrem zweiten Triumph in dieser Saison untermauerte Herrmann-Wick die deutschen Hoffnungen auf den ersten Titel bei Weltmeisterschaften seit vier Jahren. Noch immer mit einem breiten Grinsen im Gesicht nahm sie auf dem Podest ihren Siegerstrauß entgegen. "Es ist so geil, hier zu laufen", sagte die 34-Jährige im ZDF. Die stimmungsvolle Kulisse mit vielen deutschen Fans in Italien habe sie "beflügelt, es ist ein Vergnügen".

Sechster Bö-Sieg in Folge

Ähnlich ergeht es derzeit Roman Rees. Auch wenn der 29-Jährige nicht auf dem Treppchen jubelte - erneut bewies er, dass mit ihm bei den Titelkämpfen in Oberhof (8. bis 19. Februar) zu rechnen ist. Beim sechsten Sieg in Folge des norwegischen Überfliegers Johannes Thingnes Bö lief Rees wie im Sprint auf Rang vier. "Auf der Strecke geht es mir immer besser und ich kann hinten raus meistens einen draufsetzen", sagte er: "Ich fühle mich gut, dann kommen solche Ergebnisse zustande."

Herrmann-Wick war zuvor im Gleichschritt mit Gesamtweltcupsiegerin Marte Olsbu Röiseland und der Sprint-Siegerin Dorothea Wierer zum vierten Schießen in die Südtirol Arena eingelaufen. Während ihre beiden Konkurrentinnen zweimal die schwarzen Scheiben verfehlten, schoss die Oberwiesenthalerin nur einmal daneben.

"Nach dem dritten Schießen waren die gleichen Mädels vorne wie bei der WM, das war ein kleines Déjà-vu", sagte Herrmann-Wick: "Da musste ich bei mir selbst bleiben." Weil sie obendrein schneller lief als alle anderen Frauen, war Herrmann-Wick auch auf der Schlussrunde nicht mehr zu stoppen - und gewann vor der Italienerin Lisa Vittozzi und Elvira Öberg aus Schweden.

Im Schatten der Frau des Tages gelang Hannah Kebinger in ihrem erst zweiten Saisonrennen als Zehnte ihr bestes Karriereergebnis - und fand das alles "surreal". Mit der halben Norm sowie einem 19. Platz hat die 25-Jährige gute Chancen, doch noch als sechste Frau auf den WM-Zug aufzuspringen. "Wir haben sechs Frauen mit der vollständigen Qualifikation. Aber Hannah ist sehr gut in Form", so Sportdirektor Felix Bitterling vielsagend.

Für Preuß reicht's wohl nicht zur WM

Zumal sich die eigentlich qualifizierte Franziska Preuß wie schon im Sprint nicht aufdrängen konnte. Die von vielen krankheitsbedingten Rückschlägen geplagte frühere Staffel-Weltmeisterin kam nicht über Rang 34 hinaus. Besser machte es Janina Hettich-Walz, die als Zwölfte ihren starken Sprint bestätigte. Sophia Schneider wiederholte ihren 21. Rang, Vanessa Voigt kam als 25. ins Ziel.

Mehr zum Thema

Bei den Männern schaffte Ex-Weltmeister Benedikt Doll eine Punktlandung in die Top Ten. Justus Strelow als 16., David Zobel als 20. und Johannes Kühn (25.) agierten solide, Philipp Nawrath, als einziger der sechs Deutschen noch ohne WM-Norm, kam als 34. ins Ziel.

Als Teil des DSV-Quartetts kann Herrmann-Wick am Sonntag weiteres Selbstvertrauen sammeln. Beim Heim-Weltcup in Ruhpolding war die Staffel auf Rang zwei gelandet. In Antholz geht es um 11.45 Uhr in die Loipe, ab 14.30 Uhr (beide ZDF und Eurosport) sind die Männer an der Reihe.

Quelle: ntv.de, ara/sid

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen