Fußball-WM 2010

Kantersieg gegen Kanada Argentinien schon in WM-Form

Auch ohne Weltfußballer Lionel Messi machen Diego Maradonas Argentinier im WM-Test kurzen Prozess mit Kanada. In guter Form präsentiert sich auch England, zumindest vom Ergebnis her. Für Portugal setzt es hingegen eine Blamage, für WM-Gastgeber Südafrika einen Dämpfer.

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Maxi Rodriguez und Carlos Tevez erzielten zusammen drei der fünf argentinischen Tore.

(Foto: REUTERS)

Im letzten Testspiel vor der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika hat die argentinische Nationalelf Kanada mit 5:0 besiegt. Die Tore gegen einen schwachen Gegner erzielten Maxi Rodriguez (16. und 32.), Angel di Maria (37.), Carlos Tevez (63.) und Maradona-Schwiegersohn Sergio Aguero (71.). Seinen Superstar Lionel Messi hatte Nationaltrainer Diego Maradona geschont, weil dieser beim Training einen Schlag gegen das Knie erlitten hatte. Die Gauchos bestreiten am 12. Juni ihr erstes Spiel in Südafrika in der Gruppe B gegen Nigeria.

Messis Platz nahm Javier Pastore ein, der sich als vollwertiger Ersatz für den Stürmer vom FC Barcelona erwies. Ein gutes Zusammenspiel zeigten auch Carlos Tevez, Di María, Rodríguez und Higuaín. Die Verteidigung der Gauchos wurde von den schwachen Kanadiern jedoch kaum getestet. Bei den wenigen Angriffen der Nordamerikaner zeigte die argentinischen Abwehr gleichwohl gewisse Schwächen, die angesichts der unmittelbar bevorstehenden WM für leichte Beunruhigung sorgten.

Der Stimmung im ausverkauften Stadion Monumental konnte das jedoch nichts anhaben. 55.000 hoffnungsvolle Fans feierten ihre Mannschaft für Südafrika und ihren Trainer Maradona ausgelassen, Sportgrößen des südamerikanischen Landes waren dabei, und die Luft vibrierte von den Schlachtgesängen der Zuschauer. Die Kritik an Maradona und seiner Mannschaft sowie ihre nur mühsame Qualifikation für die WM waren vorerst vergessen.

Engländ glänzt, Portugal dilettiert

In weiteren WM-Testspielen bestand Deutschlands Vorrundengegner Australien 20 Tage vor dem Duell mit der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM in Südafrika (11. Juni bis 11. Juli) einen ersten Härtetest. Gegen WM-Teilnehmer Neuseeland siegten die "Socceroos" im Melbourner Cricket Ground 2:1 (0:1). Für Australien trafen Dario Vidosic von Bundesligist 1. FC Nürnberg (57.) und Brett Holman vom niederländischen Erstligisten AZ Alkmaar (90.+4). Chris Killen (FC Middlesbrough) hatte die "All Whites" bereits in der 16. Minute in Führung gebracht. Außer auf Deutschland trifft Australien in der WM-Gruppe D auf Ghana und Serbien.

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Glen Johnson erzielte das 3:1 für England.

(Foto: REUTERS)

Nominell in WM-Form präsentierte sich auch England, das sich in London mit 3:1 (2:1) gegen Mexiko durchsetzte. Vor 88.638 Zuschauern schossen Ledley King (17.) und Peter Crouch (34.) eine 2:0-Führung für England heraus. Nach dem Anschlusstreffer von Guillermo Franco (45.) stellte Glen Johnson (47.) den Endstand her.

Nationaltrainer Fabio Capello sieht seine "Three Lions" allerdings noch nicht bereit für die WM. "Ich will mehr. Wir müssen den Geist dieser Mannschaft und ihre Qualitäten wieder erwecken", forderte Capello vor der Rückkehr des Teams ins WM-Trainingslager im österreichischen Irdning. Noch immer sucht der Coach nach einem Stammtorhüter. Auch für den verletzten "Glücksbringer" David Beckham hat Capello noch keine Aufgabe gefunden. "Er bleibt bei uns in Südafrika. Wir müssen dort mit ihm entscheiden, was wir machen."

Portugal blamierte sich dagegen beim 0:0 gegen die Kapverdischen Inseln und hat nach dem lustlosen und uninspirierten Auftritt gegen den 117. der Weltrangliste bis zum Turnierauftakt noch viel Arbeit vor sich. Das gilt auch für Gastgeber Südafrika, der sich 1:1 (1:1) von Bulgarien trennte. In einem rein asiatischen Vergleich von WM-Teilnehmern behielt Südkorea durch ein 2:0 (1:0) gegen Japan die Oberhand.

Quelle: n-tv.de, dpa/sid

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