Fußball-WM 2010

Ronaldo bleibt Rekordtorjäger Bitteres WM-Ende für Klose

Ein kaputter Rücken beendet die Geschichte des WM-Phänomens Miroslav Klose. Bei drei Turnieren hat der 32-Jährige insgesamt 14 WM-Tore erzielt - nur eins fehlt zum Rekordmann Ronaldo aus Brasilien. Doch ein Sturz beim 0:1 im Halbfinale gegen Spanien bedeutet das vorzeitige Ende von Kloses Rekordjagd.

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Miroslav Klose verabschiedet sich mit gesenktem Kopf, aber der herausragenden Bilanz von 14 Toren in 19 WM-Spielen von der ganz großen Fußballbühne.

(Foto: REUTERS)

Ein eingequetschter Ischiasnerv hat die WM-Rekordjagd von Torjäger Miroslav Klose gestoppt. Der Münchner Stürmer konnte im Spiel um Platz drei in Südafrika wegen der Rücken-Blessur nicht mitwirken - ein ganz bitterer Abschied für den 32-Jährigen von der Weltmeisterschaftsbühne.

Nicht nur der Titel-Traum des Bayern-Stürmers ist bei seinem dritten WM-Turnier geplatzt. Der unglückliche Sturz auf den Rücken beim 0:1 im Halbfinale gegen Spanien beendete auch alle Rekord-Träume. Vier WM-Tore reichen ihm nicht, um nach jeweils fünf bei den Championaten 2002 und 2006 den Brasilianer Ronaldo (15 Treffer) als Rekordschützen einzuholen. Und die Weltmeisterschaft in vier Jahren in Brasilien wird für den dann 36-jährigen Klose zu spät kommen. "Wehmut spürt man schon. Ich glaube nicht, dass ich noch mehr WM-Spiele mache", hatte der WM-Torschützenkönig von 2006 gesagt.

Ziel: Mehr WM-Tore als Ligatreffer

"Ich möchte bei der WM mindestens fünf Tore schießen", hatte Klose als persönliches Ziel verkündet, obwohl er in der gesamten Bundesliga-Saison für die Bayern nur viermal getroffen hatte. Es wurden letztlich vier WM-Tore, mit denen er zumindest mit dem "Bomber der Nation", Gerd Müller (14), gleichzog. Auch seinen Titel als WM-Torschützenkönig konnte er nicht verteidigen. Mit jeweils fünf Treffern führen sein Auswahl-Kollege Thomas Müller, Uruguays Diego Forlan sowie die Final-Gegner Wesley Sneijder (Niederlande) und David Villa (Spanien) die Rangliste an.

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Die Freude von Keeper Manuel Neuer über Platz drei mochte ein melancholischer Miroslav Klose nicht teilen.

(Foto: REUTERS)

Bundestrainer Joachim Löw hat auch nach einer für Klose persönlich enttäuschenden Saison beim FC Bayern nie am Torjäger gezweifelt und ihm immer Vertrauen geschenkt. "Er beginnt nicht, in schlechten Phasen an sich zu zweifeln", betonte der Chefcoach, der Klose auch als Persönlichkeit schätzt: "Ihn zeichnet über Jahre ein hohes Maß an Selbstkritik und Bescheidenheit aus." Auch nach über 100 Länderspielen habe er noch "einen großen Ehrgeiz, erfolgreich zu sein". Schluss ist deshalb für den gebürtigen Polen im DFB-Team noch nicht: Die EM 2012 in seinem Geburtsland Polen sowie in der Ukraine ist sein neues Ziel.

Quelle: ntv.de, Jens Mende und Klaus Bergmann, dpa