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Deutsche Skispringer dominieren Geiger feiert großen Sieg auf Mini-Schanze

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Karl Geiger bei der Qualifikation für den Premieren-Weltcup in Rumänien. Im Wettkampf begeisterte Deutschlands bester Skispringer.

(Foto: imago images/Eibner Europa)

Auf der kleinsten Schanze des Skisprung-Weltcups gelingt den deutschen Skispringern ein großer Wettkampf: Karl Geiger und Stefan Leyhe feiern den ersten deutschen Doppelsieg des Winters, auch der Rest der Mannschaft überzeugt. Severin Freund ist nach langer Pause zurück im Weltcup.

Skispringer Karl Geiger hat den Weltcup im rumänischen Rasnov für sich entschieden und seine hervorragenden Fähigkeiten auf den kleineren Normalschanzen unter Beweis gestellt. Der 27 Jahre alte Allgäuer sprang am Freitag zweimal auf 100 Meter und gewann damit auch den dritten von bisher drei Wettbewerben in diesem Winter auf der Normalschanze. Hinter Geiger komplettierten Teamkollege Stephan Leyhe (99 und 97,5 Meter) und der Österreicher Stefan Kraft (98 und 97,5 Meter) das Podest.

Geiger und Leyhe sorgten damit für den ersten deutschen Doppelsieg seit der WM in Seefeld vor rund einem Jahr. Im Weltcup ist es der erste deutsche Doppelerfolg seit Dezember 2017, als Richard Freitag in Titisee-Neustadt vor Andreas Wellinger gewann. Hinter Geiger und Leyhe hatten auch Pius Paschke (10.), Markus Eisenbichler (11.) und Constantin Schmid (15.) den zweiten Durchgang erreicht und für ein fabelhaftes Mannschaftsergebnis gesorgt. Severin Freund schrammte bei seinem Comeback als 32. dagegen knapp an Weltcup-Punkten vorbei. Am Samstag (12.45 Uhr/ARD) steht ein weiteres Einzel an.

Der Bundestrainer ist zufrieden, auch über Freund

"Das ist ein super Ergebnis, ein toller Wettkampf, Gratulation an das ganze Team", sagte Bundestrainer Stefan Horngacher in der ARD. Geiger bestätigte damit seinen Ruf als Spezialist für Normalschanzen. Die Anlage in Rumänien ist die kleinste im aktuellen Weltcup-Kalender, erstmals waren dort nun die Männer zu Gast. Seine beiden bisherigen Siege dieser Saison hatte er auf der einzigen anderen Normalschanze des Weltcup-Winters in Predazzo geholt.

In Rasnov verpasste Severin Freund (89/109,8) den zweiten Durchgang um weniger als einen Meter. "Severin hat einen guten Sprung gezeigt, wir werden daran arbeiten, dass er wieder richtig reinkommt", sagte Horngacher. Freund, Weltmeister von 2015, hatte überraschend seinen Start in Rumänien verkündet, da die Belastung auf der kleinen Schanze nach seinen schweren Knieverletzungen recht gering ist. Sein bis Freitag letzter Weltcupeinsatz war das Neujahrsspringen der Vierschanzentournee 2019 in Garmisch gewesen, der Continental Cup in Sapporo 20 Tage später sein letzter Wettkampf. Danach wurde der Gesamtweltcupsieger von 2015 von einer Meniskusoperation gestoppt. Im November 2019 kam eine Rücken-OP hinzu.

Quelle: ntv.de, ter/dpa/sid