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Baumann bucht WM-Norm in Abfahrt Große Fehler reizen Weidle zur "vollen Attacke"

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Weidle hadert kräftig mit sich selbst.

(Foto: IMAGO/USA TODAY Network)

Zwei Vizeweltmeister, zwei ganz unterschiedliche Gemütslagen: Während es für Romed Baumann in der "coolen" Ski-Abfahrt zur WM-Norm reicht, hadert seine Disziplinkollegin Kira Weidle kräftig mit sich selbst. Diese Wut will sie im nächsten Rennen aber ausnutzen für den vollen Erfolg.

Kira Weidle ist bei der zweiten Weltcup-Abfahrt des Skiwinters im kanadischen Lake Louise unter ihren Möglichkeiten geblieben und hat die Top Ten knapp verpasst. 24 Stunden nach ihrem siebten Platz im Auftaktrennen kam die Vizeweltmeisterin aus Starnberg auf dem wegen Windes verkürzten Kurs auf den elften Rang. Besser lief es für ihren Kollegen Romed Baumann, der bei der zweiten Abfahrt der Saison für das nächste deutsche Top-Ten-Ergebnis im Weltcup sorgte. Der 36-Jährige, WM-Zweiter von 2021 im Super-G, belegte in Beaver Creek/Colorado beim erneuten Sieg des Norwegers Aleksander Aamodt Kilde den sechsten Platz und erfüllte wie zuvor schon Thomas Dreßen die WM-Norm.

Es sei "ganz cool" gewesen, sagte Baumann, "von den Bedingungen war es ein schwieriges Rennen. Das Stockerl wäre möglich gewesen, aber ich bin trotzdem happy. Ich habe viele gute Leute hinter mir gelassen." Für den Super-G am Sonntag (18.00 Uhr MEZ) an gleicher Stelle sei das Motto "Attacke, Angriff".

Weidle dagegen war mächtig verärgert. "Warum?", rief sie im Zielraum, sie hatte sich wie schon am Vortag mehr versprochen. "Leider habe ich zwei sehr, sehr große Fehler eingebaut im unteren Teil. Bis dahin war es besser als gestern", sagte die 26-Jährige, blickte aber nach vorn. "Das schöne ist: Die Saison ist noch lang, die Form stimmt eigentlich. Wenn man solche blöden Fehler weglässt, dann kann es auch wieder für ganz vorne reichen."

Auch Aicher holt Punkte

Wie am Freitag siegte Sofia Goggia, die Italienerin feierte ihren fünften Triumph in Serie in Lake Louise. Im Vorjahr hatte die Dominatorin dort zwei Abfahrten und einen Super-G für sich entschieden. Die Österreicherin Nina Ortlieb wurde Zweite (+0,34 Sekunden), Corinne Suter (+0,37) Dritte. Die Abfahrts-Olympiasiegerin aus der Schweiz hatte am Freitag den zweiten Platz belegt.

Wegen Windes gingen die Frauen vom Super-G-Start der Männer ins Rennen. Weidle lag im Ziel 1,36 Sekunden hinter Goggia, Emma Aicher wurde 21 und holte Punkte. An diesem Sonntag findet in Lake Louise zum Abschluss ein Super-G statt. Für den hat sich Weidle viel vorgenommen, sie kündigte "volle Attacke" an. "Mit ein bisschen Wut im Bauch fährt es sich vielleicht nochmal eine Spur besser: alles oder nichts."

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Bei den Männern musste sich Dreßen nach seinem starken Comeback in Lake Louise/Kanada diesmal mit dem 24. Platz begnügen (1,99 Sekunden zurück). Der fünfmalige Weltcup-Sieger aus Mittenwald hatte beim Auftakt direkt den achten Rang belegt, nachdem er seit März 2020 wegen einer Hüft- und einer Knie-Operation nicht mehr in einem Weltcup gestartet war.

Dominik Schwaiger wurde am Samstag im Vail Valley 13. und erfüllte damit den zweiten Teil der WM-Norm. Josef Ferstl sicherte sich als 14. die halbe Norm für das Saison-Highlight. Andreas Sander, zuletzt Fünfter im Super-G, kam auf Rang 19. Hinter Kilde musste sich der Schweizer Marco Odermatt knapp geschlagen geben (+0,06 Sekunden), Dritter wurde James Crawford aus Kanada (+0,79).

Quelle: ntv.de, ara/sid

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