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Struff siegt, Turnier vor Fans Haas gibt Comeback und fordert Zverev

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Tommy Haas is back! In Berlin wird der ehemalige Tennisprofi gegen Deutschlands Nummer eins, Alexander Zverev, antreten.

(Foto: imago/Pressefoto Baumann)

Altstar Tommy Haas kramt noch einmal den Tennisschläger aus der Tasche: Für ein Kurz-Turnier in Berlin will er die junge Tennis-Generation um Alexander Zverev ärgern. Davis-Cup-Spieler Jan-Lennard Struff feiert derweil einen erfolgreichen Auftakt des neuen DTB-Turniers - und das sogar vor 50 Fans.

Der ehemalige Tennisprofi Tommy Haas wird sich mit Alexander Zverev beim Showturnier in Berlin messen. "Wer mich kennt, der weiß, dass ich nicht nach Berlin komme, nur um einen guten Trainingspartner abzugeben", sagte der 42-Jährige in einer Mitteilung des Veranstalters. Der ehemalige Weltranglistenzweite, mittlerweile Turnierdirektor beim Masters in Indian Wells, hatte im Sommer 2017 in Kitzbühel sein letztes Match auf der ATP-Tour absolviert.

Neben Haas und Zverev werden auch der Weltranglistendritte Dominic Thiem aus Österreich sowie der Australier Nick Kyrgios zu den Einladungsmatches vom 13. bis 19. Juli antreten. Bei den Frauen sind Julia Görges und Andrea Petkovic als prominente deutsche Teilnehmer vertreten, nun gab auch die zweimalige Wimbledonsiegerin Petra Kvitova (Tschechien) ihre Zusage. Die Matches finden auf Rasen im Steffi-Graf-Stadion des Berliner Klubs LTTC Rot-Weiß sowie auf Hartplatz in einem Hangar am Flughafen Tempelhof statt.

"Ich bin natürlich schon sehr gespannt, wie gut ich mit meinen weitaus jüngeren Gegnern mithalten kann. Die fehlende Matchpraxis sollte jedenfalls nicht besonders schwer ins Gewicht fallen, denn die Jungs haben durch die Turnierpause ja auch kaum ernstzunehmende Spiele in den Beinen", sagte Haas laut Mitteilung weiter.

Struff siegt vor Fans, Krawietz verliert ohne

Für Davis-Cup-Spieler Jan-Lennard Struff gab es derweil einen erfolgreichen Auftakt der neuen Turnierserie des Deutschen Tennis Bundes (DTB) - schließlich durfte er erstmals in der Corona-Krise wieder vor Zuschauern spielen. "Ich fand es schön, dass ein paar Leute da waren. Mit Fans macht es einfach viel mehr Spaß", sagte der Weltranglisten-34., nachdem er in Neuss vor rund 50 Zuschauern Benito Sanchez-Martinez 6:2, 6:4 bezwungen hatte.

Ordner kontrollierten immer wieder, dass dem Gebot von Social Distancing auf den Tribünen Folge geleistet wurde. Ballkinder gab es keine, Struff und Co. mussten nach den Ballwechseln selber sammeln gehen. "Es war ein bisschen merkwürdig, muss ich ehrlich sagen. Das ganze Bälle-Einsammeln war unnormal", erzählte Struff anschließend.

Bei der Turnierserie spielen 32 Herren und 24 Damen an elf Standorten in Deutschland. Am Dienstag fanden auch in Großhesselohe bei München die ersten Matches statt, unter anderem musste sich Doppelspezialist und French-Open-Sieger Kevin Krawietz mit 5:7, 5:7 Daniel Masur geschlagen geben. Einzig in Neuss darf jedoch vor Fans gespielt werden, das zuständige Gesundheitsamt hatte grünes Licht für 100 Zuschauer gegeben.

An Fronleichnam soll auf der Anlage des Traditionsklubs TC Blau-Weiß Neuss das volle Kontingent ausgeschöpft werden. "Am Donnerstag ist der Shop geschlossen, weil wir ausverkauft sind", sagte Geschäftsführer Bernhard Rüsing. Auch Struff wird dann wieder aufschlagen. "Ich bin einfach glücklich, wieder auf dem Court stehen zu können", sagte er. Um Weltranglistenpunkte geht es bei der Turnierserie zwar nicht, der DTB schüttet jedoch 372.000 Euro an Preisgeld aus. Der Spielbetrieb auf der internationalen Profitour ist noch bis mindestens 31. Juli unterbrochen.

Quelle: ntv.de, dbe/sid