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Zentralisierung "größter Scheiß" Hambüchen schießt gegen DOSB-Plan

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Fabian Hambüchen übt deutliche Kritik an den Zentralisierungsplänen des DOSB

(Foto: imago/Nordphoto)

Der Deutsche Olympische Sportbund will die Leistungssport-Förderung an wenigen Standorten bündeln. Seinem Unmut über dieses Vorhaben macht Fabian Hambüchen überdeutlich Luft - und liefert mit sich selbst gleich ein starkes Gegenargument.

Turn-Olympiasieger Fabian Hambüchen hat die Bestrebungen im deutschen Leistungssport kritisiert,Topathleten zunehmend an einem bestimmten Standort zentral trainieren zu lassen. "Wie kann man bloß sagen, dass man nur an EINEM bestimmten Ort Spitzenleistungen erbringen kann? Das ist einfach nur der größte Scheiß!!!", erzürnte sich der Hesse via Facebook über diesen Punkt der Reform des deutschen Spitzensports.

Die Pläne des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) sehen unter anderem vor, dass die Zahl der Bundesstützpunkte reduziert wird. Von den bisher 204 Einrichtungen soll es in Zukunft nur noch 165 bis 170 geben. Hauptamtliche Kräfte sollen die Leitungspositionen übernehmen. Die Anzahl der Olympiastützpunkte soll von 19 auf 13 gekürzt werden.

Hambüchen lehnte es während seiner Karriere generell ab, in eine Sportfördergruppe der Bundeswehr oder ein Turn-Leistungszentrum zu wechseln. Er bevorzugte in seinem Heimatort Wetzlar beim Training mit seinem Vater die individuelle Betreuung.  Auslöser seiner Kritik war ein Beitrag im Hessischen Rundfunk über den Frankfurter Ruderer Lucas Schäfer, der bisher am Olympiastützpunkt Hessen trainiert und sich nun gegen einen Zwangsumzug nach Hamburg wehren will.

Quelle: n-tv.de, bsp/dpa/sid

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