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Deutsche Vormacht in Europa-Liga Hamburg überrascht mit deutschem NFL-Profi

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(Foto: imago images/ZUMA Wire)

62 Spiele in der besten Football-Liga der Welt kann Kasim Edebali vorweisen. Nun aber zieht es den Hamburger zurück in seine Heimat. Der 31-Jährige unterschreibt bei den Hamburg Sea Devils, die Teil einer neuen, ambitionierten europaweiten Liga werden.

Den Hamburg Sea Devils aus der neu gegründeten European League of Football (ELF) ist ein echter Coup gelungen. Defensive End Kasim Edebali kehrt nach zwölf Jahren in den USA und acht Stationen in der Profiliga NFL als Spieler in seine Heimatstadt zurück. "Er wird als 'Local Hero' das Gesicht unseres Teams", sagte General Manager Max Paatz. Edebali schaffte es über das Boston College 2014 in den Kader der New Orleans Saints, es folgten Engagements in Cincinnati, Denver, Detroit, Los Angeles, Chicago, Philadelphia und Oakland. Einsätze hatte der 31-Jährige allerdings nur für New Orleans und Cincinnati, insgesamt 62-mal lief Edebali in der NFL auf.

"Ich freue mich, nach zwölf Jahren in den Staaten zu meinen Wurzeln zurückzukehren. Es bedeutet mir viel, in Hamburg für die Sea Devils spielen zu können", sagte Edebali. Auch Paatz ist hochzufrieden: "Für uns ist es natürlich eine Riesensache, einen Spieler dieser Klasse für uns gewonnen zu haben." Sea-Devils-Headcoach Ted Daisher verspricht sich eine Menge vom Neuzugang: "Kasim Edebali bringt große Erfahrung in unser Team. Er ist ein perfektes Beispiel für Spieler in Deutschland, was möglich ist, wenn man hart arbeitet und gut vorbereitet ist."

Gut drei Monate vor dem Start ist das Teilnehmerfeld für die erste Saison der ELF seit kurzem komplett. Die früheren NFL-Europa-Teams Berlin Thunder und Köln Centurions sind neu dabei; dazu kommen die Leipzig Kings. Dagegen wird an den geplanten Standorten Hannover und Ingolstadt in diesem Jahr noch nicht gespielt. "Berlin und Köln sind Städte mit langer Football-Historie und natürlich mit großen Fangruppen, die auf diesen Moment 14 Jahre gewartet haben - und auch in Leipzig sehe ich großes Potenzial", sagte Patrick Esume, Commissioner der Liga.

Beim Kickoff am 20. Juni sind wie vorgesehen acht Mannschaften aus drei Nationen dabei: Neben Berlin und Köln treten in den Hamburg Sea Devils und Frankfurt Galaxy zwei weitere ehemalige NFL-Europa-Teams an. Hinzu kommen Leipzig, die Stuttgart Scorpions, die Panthers Wroclaw/Polen und die Barcelona Gladiators/Spanien. Die ursprünglich als Teilnehmer vorgesehenen German Knights 1367 Niedersachsen aus Hannover und die Ingolstadt Praetorians konnten mit der ELF keine Einigung erzielen und zogen sich vorerst zurück. Beim Deal mit Berlin wurden andere Gesellschafter als zunächst vorgesehen ins Boot geholt.

Quelle: ntv.de

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