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Handballerinnen testen YoungsterVize-Weltmeisterinnen dominieren EM-Quali auch mit zweiter Garde

08.04.2026, 21:22 Uhr
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Vor allem Nina Engel (r.) spielte souverän auf. (Archivbild) (Foto: picture alliance/dpa/Kessler-Sportfotografie)

Die Qualifikation für die Handball-Europameisterschaft ist den Deutschen bereits sicher. Bundestrainer Markus Gaugisch nutzt die Chance, um für die Zukunft zu sichten. Mehrere Debütantinnen sind beim Sieg in Nordmazedonien mit dabei.

Deutschlands Handballerinnen haben auch mit einer jungen B-Auswahl ihre makellose Bilanz in der EM-Qualifikation gewahrt. Das Team von Bundestrainer Markus Gaugisch siegte ohne einige Leistungsträgerinnen in Nordmazedonien mit 35:27 (19:14) und feierte den fünften Erfolg im fünften Spiel. Die Teilnahme der deutschen Vize-Weltmeisterinnen an der EM-Endrunde in Polen, Rumänien, Tschechien, der Slowakei und der Türkei (3. bis 20. Dezember) stand bereits vor der Partie fest.

Nina Engel war mit neun Treffern die beste Werferin der DHB-Auswahl, der in Skopje unter anderem Stammtorhüterin Katharina Filter und Rückraumspielerin Emily Vogel fehlten. "Es war jetzt nicht alles perfekt. Wir hatten ein paar Abstimmungsschwierigkeiten, vor allem in der Abwehr. Ich glaube, 27 Gegentore sind ein bisschen zu viel", sagte Engel: "Aber ich glaube, da sind wir auf einem guten Weg und da bin ich einfach guter Dinge."

Drei U19-Europameisterinnen debütieren und treffen

Zum Abschluss der EM-Qualifikation treffen die deutschen Handballerinnen am Sonntag (18 Uhr/Dyn und ProSieben MAXX) in Hamm auf Belgien. Gaugisch nutzt die Partien mit sportlich überschaubarer Bedeutung auch für ein Casting junger Spielerinnen. In der 18-jährigen Chiara Rohr, und den beiden 19-jährigen Jana Walther und Lara Däuble gaben drei U19-Europameisterinnen von 2025 ihr Nationalmannschaftsdebüt. Alle drei trugen sich sogar in die Torschützenliste ein und feierten ihre Treffer mit einem breiten Grinsen.

Zudem stand Laura Kuske vom Thüringer HC in der zweiten Halbzeit erstmals im Tor der Nationalmannschaft. Für Lara Degenhardt war es hingegen eine Rückkehr. Zuletzt trug die linke Rückraumspielerin im März 2023 das DHB-Trikot. Sarah Wachter, Annika Lott und Marlene Tucholke fehlten verletzt. 

Gaugisch wolle die Chance nutzen, "junge Spielerinnen zu testen und frühzeitig in unsere Abläufe zu integrieren. Das ist perspektivisch wichtig." Den Unterschied machten am Mittwoch aber dennoch die arrivierten Kräfte um Kapitänin Antje Döll, die viermal traf. Dank einer starken Engel im Rückraum setzte sich das DHB-Team früh ab, zeigte aber ab Ende der ersten Halbzeit immer mehr Unkonzentriertheiten. Echte Zweifel am Auswärtssieg kamen aber nie auf.

Quelle: ntv.de, ara/sid/dpa

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