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Nach Tod von Kobe Bryant Helikopter-Firma reagiert auf Klage von Witwe

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Vanessa Bryant an der Seite ihres verstorbenen Mannes.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Der Tod von Kobe Bryant schockt Anfang des Jahres die Sportwelt. Die Witwe des Basketball-Stars sieht eine Mitschuld am tragischen Unglück beim Helikopter-Verleih und klagt. Die Firma weist alle Vorwürfe zurück. Alle an Bord hätten freiwillig das Risiko in Kauf genommen.

Vanessa Bryant kennt laut "People"-Magazin nun die Einschätzung der Helikopter-Firma nach dem tragischen Hubschrauber-Absturz, bei dem ihr Ehemann Kobe und ihre Tochter Gianna ums Leben kamen. Nachdem die Witwe zuvor eine Klage wegen fahrlässiger Tötung gegen das Unternehmen eingereicht hatte, in dessen Eigentum sich der Hubschrauber befand, haben die Verantwortlichen auf die Anschuldigungen reagiert.

Die Firma Island Express Helicopters, die auch den verantwortlichen Piloten für den Flug stellte, argumentiert, dass sowohl Kobe als auch Gianna "über alle Umstände und besondere Gefahren" aufgeklärt waren. Die Passagiere seien sich über "alle Risiken des Fliegens eines Hubschraubers am 26. Januar" im Klaren gewesen. Sowohl der Basketball-Star als auch seine Tochter hätten den Anwälten zufolge "freiwillig diese Risiken eines Unfalls, Verletzungen und Schäden übernommen".

Vanessa Bryant behauptet hingegen, dass die Firma eine Mitschuld am Tod ihrer Lieben trägt. Der Pilot, der ebenfalls bei dem Unfall gestorbene Ara Zobayan, sei für den Absturz verantwortlich, da er den Flug trotz schlechten Wetters nicht abgebrochen habe. Er hätte den Helikopter nicht richtig und sicher bedienen können, was zur Katastrophe führte. Bereits im Vorfeld sei Zobayan wegen ähnlicher Sicherheitsvergehen von der Flugaufsichtsbehörde verwarnt worden. Dies müsse sich auch das Unternehmen anlasten, da es entweder von diesen Rügen wusste oder davon hätte wissen müssen.

Kobe Bryant, seine Tochter Gianna und sieben weitere Menschen waren am 26. Januar bei einem Hubschrauberabsturz nordwestlich von Los Angeles ums Leben gekommen. Das Unglück und der Tod des 41-jährigen Superstars lösten weltweit Bestürzung aus.

Quelle: ntv.de, mba/spot