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Fünf-Punkte-Geschenk für BVB Hitzfeld glaubt an den Titel

Nicht etwa Tabellenführer Borussia Dortmund, sondern Titelverteidiger Bayern München trauen die Fans am letzten Spieltag der Fußball-Bundesliga den Gewinn der deutschen Meisterschaft zu.

Das ist das Ergebnis der n-tv.de Umfrage nach der ersten Stunde. 48 Prozent der Teilnehmer glaubten an ein weiteres Meisterstück der Bayern. Nur 40 Prozent trauen dem BVB den Titel zu.

Das Urteil fiel sehr ungünstig für Bayer Leverkusen aus. Gerade einmal 12 Prozent sahen den Halbfinalisten in der Champions League zum Zeitpunkt der Auswertung als neuen Titelträger.

Der Trainer des amtierenden Deutschen Fußball-Meisters Ottmar Hitzfeld glaubt das gleiche wie die Mehrheit der Fans. Die Bayern werden ihren Titel erfolgreich verteidigen: "Das wird ein Horrorfinale für die anderen", prophezeit der Münchner Trainer.

Der Weltpokalsieger, der auf Tabellenplatz drei lauert, hat am letzten Spieltag mit der Heimpartie gegen Hansa Rostock die leichteste Aufgabe.

Sollten Dortmund und Leverkusen nicht siegen und die Bayern gegen Rostock gewinnen, hätten die Hitzfeld-Schützlinge zum vierten Mal in Folge den Titel geholt. Ein einmaliger Rekord.

Hitzfeld setzt auf die Schwäche der Konkurrenz: "Ich glaube fest daran, dass wir Deutscher Meister werden."

Den Aussagen von Hitzfeld folgte die Provokation durch Bayern-Vizepräsident Karl-Heinz Rummenigge, wonach den Dortmundern in den vergangenen Wochen durch falsche Schiedsrichterentscheidungen fünf Punkte geschenkt worden seien.

BVB-Manager Michael Meier trat dem Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung verärgert entgegen: „Das ist ein plumper Versuch, die Leistung eines Vereins zu diskreditieren. Keiner scheint uns den Erfolg zu gönnen. So macht es keinen Spaß mehr.“

Nicht minder verschnupft reagierte Matthias Sammer auf die Angriffe aus München. „Was jetzt gegen uns versucht wird, ist nicht in Ordnung. Uns wurden in dieser Spielzeit vier reguläre Tore aberkannt. Aber wir haben die Ruhe bewahrt, weil ich glaube, dass sich in einer langen Saison alles ausgleicht“, sagte der Coach den „Ruhr Nachrichten“.

Offenbar rechnet in Dortmund und München niemand mehr mit den Leverkusenern. Doch Klaus Toppmöller weigert sich den Titel vor dem letzten Spieltag abzuschreiben: "Die Chance ist noch da. Bremen hat zuletzt auch in Leverkusen gewonnen", gibt der Bayer-Coach zu bedenken.

Die Hoffnungen des 50-Jährigen sind nicht aus der Luft gegriffen. Werder Bremen kämpft im Fernduell mit dem punktgleichen 1. FC Kaiserslautern um den letzten Uefa-Cup-Platz. Die Hanseaten haben zudem die beste Bilanz aller Bundesligisten gegen die Topteams.

Quelle: ntv.de

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