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Mitfavorit vor dem AusIn deutscher EM-Parallelgruppe geht es drunter und drüber

27.01.2026, 23:28 Uhr
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Island trifft 38 Mal und gewinnt trotzdem nicht. (Foto: picture alliance / Gonzales Photo/Tobias Jorgensen)

Geheimfavorit Island fährt bei der Handball-EM Achterbahn: Nach einem beeindruckenden Sieg gegen Gastgeber Schweden patzt das hochkarätige Ensemble gegen Außenseiter Schweiz. Ex-Bundestrainer Sigurdsson hat mit Kroatien das Schicksal in der eigenen Hand.

Es bleibt wild in der Hauptrundengruppe 2 der Handball-Europameisterschaft: Durch ein 38:38 (19:19) gegen die Schweiz fallen die mit zahlreichen Weltklassespielern gespickten Isländer im wahnsinnig engen Rennen um den Einzug ins Halbfinale wieder zurück. Die Schweizer unter Nationaltrainer Andy Schmid feiern durch das Torfestival ihren überhaupt erst zweiten Punkt bei einer EM-Hauptrunde. Am Abend macht Schweden mit einem wilden 32:32 (14:16) gegen Außenseiter Ungarn das dramatische Gruppenfinale komplett.

Für die Isländer ist das Remis nach ihrem beeindruckenden 35:27-Kantersieg gegen Mitfavorit und Co-Gastgeber Schweden vor zwei Tagen ein Rückschlag. Weil im Anschluss Kroatien im Spitzenduell Slowenien besiegte (29:25), verlor Island die Tabellenspitze.

Entsprechend bedient war auch ihr Nationaltrainer: "Ich bin einfach enttäuscht. Wir hätten den Sieg gebraucht, aber heute hat es nicht geklappt", sagte Snorri Steinn Guðjónsson. Wir haben nicht gut genug gespielt, um zu gewinnen. Die Verteidigung hat nicht wie gewohnt und nicht wie geplant funktioniert. Wir haben 38 Gegentore kassiert, das ist zu viel." Auch die Spieler waren niedergeschlagen: "Wir sind am Boden zerstört, dass wir heute keine zwei Punkte geholt haben, das war unser Ziel. Wir hatten zahlreiche Chancen, dieses Spiel zu gewinnen", ärgerte sich Rückraumspieler Janus Daði Smárason.

Die Laune der Isländer dürfte sich aber am späten Abend schlagartig geändert haben: Durch Schwedens Patzer haben sie den Einzug ins Halbfinale wieder in der eigenen Hand. Gegen Ungarn stand Schweden mächtig unter Druck, immer wieder wechselte die Führung zwischen beiden Teams. Nach einem nicht gegebenen Siebenmeter kurz vor Ende für die Ungarn versuchte es dann sogar Keeper Palicka aus der Distanz - doch sein Versuch wurde nicht belohnt, der Ball landete mit der Schlusssirene knapp neben dem Tor. Bester Werfer des Spiels war der Schwede Felix Claar vom SC Magdeburg mit zehn Treffern.

Dramatisches Gruppenfinale

Kroatien startete derweil optimal in die Partie gegen den bisherigen Tabellenführer Slowenien und lag früh mit 5:1 vorne (11.). Auch in der Folge bestimmte der Vize-Weltmeister die Begegnung, zur Pause betrug die Führung drei Treffer. In Halbzeit zwei kämpften sich die Slowenen Tor für Tor zurück - und schafften in der 42. Minute mit dem 18:18 sogar den Ausgleich. Doch dann drehte das Team des ehemaligen Bundestrainers Dagur Sigurdsson wieder auf und sicherte sich die zwei wichtigen Punkte. Bester Werfer des Spiels war der Kroate Tin Lucin mit sieben Toren.

Während die Kroaten am Mittwoch das Weiterkommen in der eigenen Hand haben und gegen Ungarn (18 Uhr) lediglich einen Punkt benötigen, sind die Schweden auf Schützenhilfe angewiesen. Aufgrund des direkten Vergleichs muss der Co-Gastgeber am letzten Spieltag gegen die Schweiz (20.30 Uhr) mehr Punkte holen als die Isländer gegen Slowenien (15.30 Uhr) holen. Letztere könnten aber auch noch mit einem Erfolg gegen das Sigurdsson-Team bis auf Platz zwei klettern.

In Gruppe zwei wird ein Gegner der deutschen Nationalmannschaft gesucht: entweder für das Halbfinale oder das Spiel um Platz fünf. Dem DHB-Team reicht im Gruppenendspiel gegen Frankreich (Mittwoch, 18 Uhr/ZDF und im Liveticker auf ntv.de) ein Punkt zum Einzug ins Halbfinale.

Quelle: ntv.de, ter

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