Sport

Mannheim siegt in Wolfsburg Ingolstadt gleicht im DEL-Halbfinale aus

imago_sp_0329_17220006_19413506.jpg2556027606318152234.jpg

Ingolstadts Szwez freut sich mit seinen Teamkameraden über seinen Treffer zum 4:2.

(Foto: imago/Horstmüller)

Auf Werbung lässt sich schlecht Eislaufen. Und weil das so ist, müssen die Zuschauer des Halbfinales in Düsseldorf 85 Minuten warten, bevor das Loch im Eis gestopft ist und die Partie ins Schlussdrittel geht. Darüber freuen kann sich nur ein Team.

Nach einer langen Unterbrechung wegen Mängeln am Eis hat Titelverteidiger ERC Ingolstadt in der Halbfinalserie der Deutschen Eishockey Liga gegen die Düsseldorfer EG den Ausgleich geschafft. Der Überraschungsmeister der Vorsaison setzte sich mit 5:2 (0:0, 4:2, 1:0) beim rheinischen Traditionsverein durch. Topfavorit Adler Mannheim schaffte unterdessen dank einer erneuten Aufholjagd einen weiteren Schritt auf dem Weg ins Finale. Der sechsmalige deutsche Champion siegte 5:3 bei den Grizzly Adams Wolfsburg und entschied damit auch das zweite Halbfinal-Duell in der Best-of-Seven-Serie für sich.

Die ersten Partien am Freitag hatten Düsseldorf und Mannheim jeweils in der Verlängerung für sich entschieden. Die Halbfinal-Serien werden am Dienstag fortgesetzt. Vier Siege sind zum Finaleinzug notwendig.

In Düsseldorf stand das Duell mit Wolfsburg kurz vor dem Abbruch. Wegen Arbeiten am Eis begann das Schlussdrittel vor 12.373 Zuschauern erst mit einer Verspätung von rund 85 Minuten. Die Eisfläche war zu dünn, in einem Loch kam Werbung zum Vorschein. Auch während des zweiten Drittels war die Partie bereits kurz unterbrochen worden. Beide Teams knüpften an ihre intensive Auseinandersetzung im ersten Duell an. Düsseldorf war die aktivere Mannschaft und nahm diesen Schwung mit in den Mittelabschnitt. Nach einer 2:0-Führung der DEG drehten die Ingolstädter durch Tore von Thomas Greilinger, Petr Taticek und zweimal John Laliberte die Partie. Brandon Buck besorgte nach der langen Spielunterbrechung den Endstand.

Die Mannheimer machten wie schon am Freitagabend einen zwischenzeitlichen 0:3-Rückstand wett. Vor 4247 Zuschauern in Wolfsburg legten die Gastgeber mit viel Tempo los. In der fünften Minute parierte Nationaltorhüter Dennis Endras noch einen Penalty von Matthew Dzieduszycki, dann ging Wolfsburg schnell mit 3:0 in Führung. Tyler Scofield, Sergej Stas und Jeffrey Likens trafen innerhalb von 2:34 Minuten. Doch die Mannheimer ließen sich von dem deutlichen Rückstand nicht beirren und kämpften sich zurück. Andrew Joudrey in doppelter Überzahl und Frank Mauer verkürzten noch im zweiten Abschnitt. Matthias Plachta glich aus. Drei Minuten vor dem Ende sorgte Mauer mit seinem zweiten Tor für die Vorentscheidung, Adler-Kapitän Marcus Kink traf zum Endstand.

Quelle: ntv.de, jve/dpa