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Traum vom Rekord Klitschko kokettiert mit Comeback nach dem Krieg

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Zum bisher letzten Mal stand Wladimir Klitschko 2017 im Ring. Gegen Anthony Joshua verlor er durch Technischen K.o. in der 11. Runde.

(Foto: picture alliance/AP Photo)

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Wladimir Klitschko ist einer der erfolgreichsten Kämpfer der Box-Geschichte. Der Ukrainer ist lange Jahre Weltmeister, derzeit harrt er in seinem angegriffenen Heimatland im Krieg mit Russland raus. Doch es gibt auch Gedanken an eine einmalige Rückkehr in den Ring.

Der frühere Boxweltmeister Wladimir Klitschko hat erneut ein Comeback ins Gespräch gebracht. Zwei Tage nach dem Rücktritt von WBC-Weltmeister Tyson Fury, gegen den Klitschko 2015 verlor, sagte der 46 Jahre alte Ukrainer der "Bild"-Zeitung. "Vielleicht habe ich diesen Traum, den Rekord von George Foreman zu brechen. Das motiviert mich, jeden Tag aufzustehen und Sport zu machen." Er wolle keine zu großen Versprechungen machen, aber er habe "auch gelernt, dass man trotz des Krieges das Leben nicht vergessen darf."

Klitschko hatte schon vor einigen Jahren berichtet, dass ihn der Altersrekord von Ex-Champion George Foreman reizen würde. Damals betonte er, es sei zwar kein Comeback geplant, aber "ein einmaliges Spektakel" könne er sich vorstellen. Das erneuerte er jetzt: "Ich möchte keinen Kiefer brechen, ich möchte einen Rekord brechen." Foreman hatte mit 45 Jahren, 9 Monaten und 25 Tagen die WM-Titel der Verbände WBA und IBF gegen seinen 18 Jahre jüngeren Landsmann Michael Moorer gewonnen.

Klitschko, der derzeit während des Krieges in der Ukraine seinen Bruder - Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko - unterstützt, ist bereits älter. "Wenn ich in guter Form bin und vor allem auch, dass der Krieg in der Ukraine bald zu einem Ende kommt, und dass unsere Grenzen bestehen, ohne jede Invasion, die aus Russland kommt, dann am Ende: Wer weiß?"

Foreman hatte Klitschko vor zwei Jahren von einem Comeback abgeraten. "Warum sollte er noch einmal boxen? Nur falls er das Geld wirklich bräuchte, dann soll er es versuchen. Aber falls finanziell alles passt, würde ich ihm raten, nicht noch einmal zu boxen", sagte der Amerikaner. Klitschko hatte seine Ringkarriere im Sommer 2017 nach 69 Profikämpfen (64 Siege) beendet. Ausschlaggebend dafür waren die Niederlagen gegen Fury und dessen Landsmann Anthony Joshua zum Abschluss seiner Laufbahn.

Quelle: ntv.de, ter/dpa

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