Sport

Trainerwechsel in der DEL Kölner Haie feuern Stewart

Die Kölner Haie, Tabellenletzter in der Deutschen Eishockey-Liga nach 18 Spieltagen, reagieren auf die anhaltende Krise - und entlassen mit Bill Stewart nicht nur ihren Trainer, sondern auch ihren Manager. Sein Nachfolger steht schon fest und am Sonntag bereits an der Bande.

koelner_haie.jpg

Die Kölner Hai aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) haben auf die sportliche Krise reagiert und sich mit sofortiger Wirkung von Trainer Bill Stewart getrennt. Der Kanadier wurde am Morgen von seinen Aufgaben als Trainer und Manager entbunden. Als Chefcoach wird bereits am Sonntag im Heimspiel gegen den EHC München der bisherige Co-Trainer Niklas Sundblad hinter der Bande stehen.

"Wir haben bis zuletzt gehofft, dass wir gemeinsam mit Bill Stewart die Wende herbeiführen können", sagte Haie-Geschäftsführer Thomas Eichin, "doch wir sehen nun keinen weiteren Spielraum mehr." Ausschlaggebend für die Entlassung von Stewart, der schon seit Wochen massiv in der Kritik stand, war letztlich die Niederlage am Freitagabend bei den Krefeld Pinguinen (5:6). Mit nur 16 Punkten belegen die Haie nach 18 Spielen den 14. und damit letzten Tabellenplatz.

Mehr Rückschläge als Lichtblicke

Es habe zwar positive Entwicklungen gegeben, doch diese seien durch häufige Rückschläge überlagert worden, sagte Eichin und begründete die Trainer-Entlassung: "Wir sehen unsere sportlichen Ziele gefährdet und wollen mit dieser Entscheidung auch einen Impuls für den weiteren Saisonverlauf setzen."

Das vor der Hauptrunde formulierte Ziel der Kölner Haie war Platz sechs. Doch das hat der Klub längst aus den Augen verloren. Nicht wenige machten im Umfeld des achtmaligen deutschen Meisters Trainer Stewart für die sportliche Talfahrt verantwortlich.

Vor Saisonbeginn hatte der ehemalige NHL-Profi Stewart, der in der DEL unter anderem für die Adler Mannheim gearbeitet hat, das Team nach seinen Vorstellungen fast komplett umgekrempelt. Im aktuellen Kader stehen nur noch vier Stammkräfte aus der vergangenen Spielzeit. Bei seiner Runderneuerung hatte der 53-Jährige kein besonders glückliches Händchen - der Erfolg blieb aus, deshalb musste Stewart jetzt gehen.

Quelle: ntv.de, sid

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen