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"Verwöhnt mit Unterstützung" Konta lässt britische Tennisfans träumen

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Johanna Konta trifft im Viertelfinale auf die ungesetzte Tschechin Barbora Strycova.

(Foto: imago images / Action Plus)

Bei den Tennisherren dominieren auch in Wimbledon die Großen Drei, bei den Damen schafft es keine der sechs topgesetzen Spielerinnen ins Viertelfinale des Rasenklassikers. Dafür noch dabei: die Britin Johanna Konta, die von ihren Landsleuten mit Euphorie und Energie überschüttet wird.

Die Erwartungen des britischen Tennis-Publikums sind riesig, die Euphorie auch - und Johanna Konta saugt das alles auf und genießt. Liebend gern würde die 28-Jährige die Hoffnungen ihrer Landsleute von einem Einzeltitel, zumindest aber mal wieder von einem Finale im nationalen Tennis-Heiligtum Wimbledon erfüllen. Und es ist ja auch so: Tut es Konta nicht, wird in diesem Jahr mal wieder nichts draus. Die Nummer 18 der Welt ist schließlich die letzte verbliebene britische Hoffnung in den Einzelwettbewerben, bei den Herren war schon im Wimbledon-Achtelfinale kein britischer Teilnehmer mehr dabei.

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"Du wirst verwöhnt mit der Unterstützung, verwöhnt mit der Energie, die sie dir geben", sagte Konta nach ihrem Achtelfinal-Erfolg gegen die zweimalige Wimbledonsiegerin Petra Kvitova über die Zuschauer. Mit 4:6, 6:2, 6:4 setzte sich die 28-Jährige gegen die favorisierte Tschechin durch. "Ich genieße die Position, in der ich bin. Ich genieße es wirklich, vor meinem Heimpublikum zu spielen", sagte sie.

Der Trubel um Konta ist riesig, denn auf den zweimaligen Wimbledonsieger Andy Murray können die britischen Tennis-Fans im Einzel derzeit nicht bauen. Nach seinen langwierigen Hüftbeschwerden hält sich der Schotte für das Einzel noch nicht wieder fit genug. Immerhin tritt er in Wimbledon noch im Superstar-Mixed mit Serena Williams an, nachdem er im Doppel bereits in der ersten Runde ausgeschieden war.

Halbfinale gegen Serena Williams?

Konta bekommt es im zweiten Damen-Viertelfinale mit der ungesetzten Tschechin Barbora Strycova zu tun, die in der zweiten Runde Laura Siegemund bezwungen hatte. Das bisher einzige Duell mit der 33-jährigen Weltranglisten-54. Strycova hat Konta zwar verloren. Trotzdem werden ihr nach bisher überzeugenden Rasen-Leistungen sehr gute Chancen auf ihren zweiten Halbfinaleinzug in Wimbledon nach 2017 eingeräumt.

Vor zwei Jahren hatte Konta, die im australischen Sydney geboren wurde, eine schwarze Serie beendet. Als erste Britin seit Virgina Wade 1978, also seit einer Tennis-Ewigkeit, war sie ins Damen-Halbfinale eingezogen. "Die Erfahrung, die ich 2017 gemacht habe, war natürlich herrlich. Das war etwas unglaublich Besonderes für mich", sagte sie.

Gewinnt Konta ihr Viertelfinale, könnte sie in der Vorschlussrunde auf die US-Amerikanerin Serena Williams treffen. Die 37-Jährige trifft im ersten Spiel auf dem Centre Court in einem US-Duell auf Außenseiterin Alison Riske, die im Achtelfinale mit der Australierin Ashleigh Barty überraschend die Nr. 1 der Weltrangliste besiegt hatte. Außerdem spielt die Ukrainerin Jelina Switolina gegen die tschechische Außenseiterin Karolina Muchova. Die an Position sieben gesetzte Rumänin Simona Halep tritt gegen die Chinesin Zhang Shuai an.

Quelle: n-tv.de, cwo/dpa

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