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Benannt nach Hund von Joe Rogan Krypto soll Gehaltsschere der UFC schließen

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Aus gesundheitlichen Gründen kommen Fighter in der UFC selten auf mehr als zwei Kämpfe pro Jahr.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Die UFC gilt als Elite-Liga für MMA-Fighter. Obwohl alle den gleichen Käfig als Bühne haben, klaffen die Gehälter der Kampfsportler weit auseinander. Für Promotion und Fighter ist es ein ständig brodelndes Streitthema. Eine neue Kryptowährung soll für eine gerechtere Bezahlung sorgen.

Wer in der Ultimate Fighting Championship (UFC) kämpft, ist in der Elite von Mixed-Martial-Arts angekommen. Die UFC ist das Mekka der Kampfsportler, die größtmögliche Bühne und die Chance auf viel Geld. Doch nur wer es ganz an die Spitze schafft, wird von der UFC fürstlich entlohnt. Fighter im unteren Segment verdienen im Jahr nicht mehr als Kassierer im Supermarkt. Eine neue Kryptowährung für MMA-Fans könnte diese Gehaltsschere teilweise schließen.

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Meme-Coins kommen in der Kryptoszene gerne mal "auf den Hund".

(Foto: MRI)

Die UFC unterscheidet in ihren Verträgen drei Gehaltsklassen. Stars wie Conor McGregor, Israel Adesanya oder Kamaru Usman rangieren im obersten Rang. Hier belaufen sich die Einnahmen pro Kampf von 500.000 US-Dollar bis hin zu mehreren Millionen. Eine Stufe darunter sind zwischen 80.000 und 250.000 Dollar drin. In der untersten Ebene kassieren Kämpfer zwischen 10.000 und 30.000 Dollar. Und auf dieser Ebene bleibt in der Regel wenig hängen. Im Schnitt steigt ein Kämpfer zwei Mal pro Jahr in den Käfig. Nach Steuern, Reisekosten und Ausgaben für die Kampfvorbereitung bleibt ein Jahresnetto von 15.000 und 20.000 Euro. Auch wenn die Einordnung der Gehaltsklassen vom sportlichen Erfolg und der Vermarktung der einzelnen Fighter abhängig ist, ist die Lücke enorm groß. Vor allem, weil das gesundheitliche Risiko für alle Käfigkämpfer gleich ist.

Die neue Kryptowährung "Marshall Rogan Inu" (MRI) will nun für ein finanzielles Polster für Kämpfer sorgen. MRI ist seit Mitte Februar auf dem Markt, die Transaktionsgebühr für An- und Verkäufe der Kryptowährung fließt als erfolgsorientierte Boni an die Fighter, die eine Partnerschaft eingehen und den Token entsprechend bewerben. Rund 10.000 Dollar gibt es bei einem Sieg. Zudem gleicht das Unternehmen seine Boni denen der UFC an. "Fight of the Night" und "Performance of the Night" werden von der Promotion jeweils mit 50.000 Dollar honoriert, "Marshall Rogan Inu" zahlt in diesen Fällen den gleichen Betrag. Geplant sind zudem Krypto-Spenden an Forschungseinrichtungen, um Athleten bei der Bewältigung schwerer Verletzungen wie Hirnschäden oder psychischer Traumata zu helfen.

Das Projekt wird von den MMA-Kämpfern in der UFC gefeiert. Bekannte Kämpfer wie Brandon Moreno, Bobby Green und Roxanne Modafferri werben kräftig für MRI, auch der deutsche UFC-Kämpfer Niklas Stolze verkündete jüngst seine Partnerschaft. Selbst hochrangige Fighter wie Jorge Masvidal unterstützen das Kryptoprojekt. Masvidal gilt als ein großer Verfechter der besseren Bezahlung für Kämpfer und hat die Problematik in den letzten Jahren immer wieder thematisiert. Mittlerweile hat er nach McGregor und Adesanya den am höchsten dotierten Vertrag in der UFC.

Hohe Transaktionsgebühren

MRI will nicht nur MMA-Fans ansprechen, sondern orientiert sich mit seinem Hunde-Logo an Meme-Coins und dem entsprechenden Markt. Benannt ist der Token nach Marshall Rogan, dem Hund von Podcaster und UFC-Kommentator Joe Rogan. Die Vermarktungsstrategie scheint bislang aufzugehen. MRI hat in weniger als drei Wochen eine Marktkapitalisierung von fast 100 Millionen US-Dollar erreicht. Auch die Followerzahl in den sozialen Netzwerken ist gestiegen.

Es gibt allerdings aktuell einen Nachteil, der das Token eher zu einem Fan-Objekt macht. Die Transaktionsgebühren, die neben den Prämien für die Kämpfer Kosten für Marketing und Entwicklung decken soll, sind hoch. Beim Kauf sind es 10 Prozent, beim Verkauf sogar 15 Prozent.

Das könnte sich aber ändern, wenn die Community rund um MRI wächst. Das soll laut Unternehmensseite mit Sponsoring von MMA-Veranstaltungen und Werbepartnerschaften funktionieren. Anfang März soll MRI auch auf der Tradingplattform BitMart gelistet werden. Ein entscheidender Schritt, denn damit wird die Kryptowährung einem breiteren Publikum zugänglich.

Quelle: ntv.de

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