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Turin fehlt die Kreativkraft Leverkusen ohne Schneider

Gianpiero Boniperti, einer der beiden Honorarpräsidenten von Juventus Turin hat erklärt, „Juve“ hätte nie den Fehler machen dürfen, Zinedine Zidane zu verkaufen. Auch sein Kollege Umberto Agnelli, der Bruder des Fiat-Chefs Giovanni Agnelli, erklärte: "Ja, es fehlt uns am entsprechenden Ersatz für Zidane!"

Im Kreativbereich offenbart sich eine Lücke, die noch nicht geschlossen werden konnte. Juventus startete wenig erfolgreich in die laufende Saison, hat aber die Negativserie von sechs Spielen ohne Sieg in der Serie-A mit einem 3:1-Erfolg gegen den AC Parma beendet.

Zwei Treffer des französischen Welt- und Europameisters David Trezeguet (9. und 90.) sowie ein Tor von Jubilar Alessandro del Piero (75.) in seinem 200. Liga-Spiel sorgten für den Sieg der Turiner, die im Stadio delle Alpi Bundesliga-Tabellenführer Bayer Leverkusen erwarten.

Die Leverkusener müssen bei ihrem Gastspiel in Italien auch auf eine wichtige Offensivkraft im Mittelfeld verzichten.. Fußball-Nationalspieler Bernd Schneider hatte sich im Bundesliga-Spiel beim 1. FC Köln (2:1) eine Zerrung im linken Oberschenkel zugezogen.

„Er wird gar nicht mit nach Turin fliegen“, sagte Bayer-Chefcoach Klaus Toppmöller. Mit der Rückkehr des Leistungsträgers in die Stammelf wird frühestens zum Bundesliga-Spiel gegen den Hamburger SV am Wochenende gerechnet. Für ihn dürfte Zoltan Sebescen in die Anfangsformation rücken.

Juventus hatte Zidane für etwa 147 Mio. DM an Real Madrid verkauft. Für Bayer Leverkusen scheint dieser Transfer ein großes Glück. Die Italiener investierten mehr als 300 Mio. DM in neue Spieler, doch keiner konnte Zidanes angestammte Rolle auf dem Platz übernehmen. Dem Starensemble fehlt der Dirigent. Juventus Turin kann erst im Januar wieder neue Spieler verpflichten, dann öffnet der Mercato. Bis dahin sind die Spiele gegen Bayer Leverkusen gelaufen. Die Chancen ,gegen Turin zu bestehen, waren für die Rheinländer selten so günstig wie jetzt.

Quelle: ntv.de