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Hoffenheim verschenkt Punkte Mainz und 1860 stürmisch

Erleichterung in Mainz, Köln und München, Enttäuschung in Aachen und Freiburg - beim Auftakt in die 34. Saison der 2. Fußball-Bundesliga waren nicht alle Spitzenclubs wunschlos glücklich. Erstliga-Absteiger FSV Mainz 05 erwischte mit dem 4:1 gegen den TuS Koblenz einen Start nach Maß und der TSV 1860 München stürmte mit dem 6:2- Derbysieg über den FC Augsburg sogar an die Tabellenspitze. Köln hatte schon am Freitag einen glücklichen 2:0-Sieg beim FC St. Pauli gefeiert.

Dagegen leisteten sich Alemannia Aachen (2:2 gegen Jena) mit Weltmeister Guido Buchwald auf der Trainerbank und der SC Freiburg (1:2 in Osnabrück) einen Fehlstart.

Mainz singt und lacht

Von den Aufsteigern gelang neben dem VfL Osnabrück auch dem SV Wehen-Wiesbaden ein Drei-Punkte-Start. Den 3:2-Siegtreffer im Dorfclub-Duell mit 1899 Hoffenheim, das schon 2:0 geführt hatte, köpfte Patrick Bick in der Nachspielzeit. Mit einem Punkt musste sich Fürths Trainerneuling Bruno Labbadia beim 1:1 in Aue begnügen. Beim 2:0 von Kickers Offenbach in Paderborn trafen Moses Sichone und Christian Müller.

Petr Ruman (55.) und Markus Feulner (56.) mit einem Doppelschlag sowie Damir Vrancic (72.) machten vor 20.300 Zuschauern im ausverkauften Stadion am Mainzer Bruchweg den Sieg für die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp perfekt. Feulner (5.) hatte Mainz früh in Führung geköpft, Anel Dzaka (43.) gelang kurz vor der Pause der Ausgleich für die von Uwe Rappolder und Mario Basler betreuten Koblenzer.

Aufregendes Bayern-Derby

Nach zwei 0:3-Pleiten gegen Augsburg in der Vorsaison nahmen die Münchner "Löwen" erfolgreich Revanche in einem turbulenten bayerischen Derby. Das irreguläre Führungstor von 1860 durch Berkant Göktan (16.) und eine umstrittene Rote Karte für FCA-Verteidiger Roland Benschneider brachten den FCA mächtig in Rage.

Münchens Sieg ging allerdings in Ordnung, denn mit dem dreifachen Torschützen Antonio di Salvo, Göktan, Rückkehrer Daniel Bierofka und Lars Bender besaßen die "Löwen" die entscheidenden Offensivtrümpfe.

Nicht schön, aber effizient

Spielerisch enttäuschte das Kölner Starensemble am Freitag am Hamburger Millerntor, doch die Erleichterung nach dem gelungenen Saisonauftakt war groß. "Bei dem Umfeld wäre alles gleich wieder in Frage gestellt worden", sagte FC-Trainer Christoph Daum nach dem "eminent wichtigen Sieg" durch die Tore von Nationalstürmer Patrick Helmes und Milivoje Novakovic.

Im Westschlager am kommenden Montag gegen Aachen erwartet Daum schon eine bessere FC-Elf, "aber um zusammenzuwachsen, brauchen wir fünf, sechs Spiele."

"Das tut weh"

Aachen und Freiburg mussten feststellen, dass der Aufstieg kein Selbstgänger wird. "Wir haben unnötig zwei Punkte verloren. Das tut weh", sagte Alemannen-Coach Guido Buchwald. Nach einer 2:0-Führung gegen Jena musste sich der Weltmeister von 1990 am Ende mit einem enttäuschenden 2:2 begnügen. Freiburgs neuer Trainer Robin Dutt stellte nach seinem völlig missratenen Einstand lapidar fest: "Das erste Spiel haben wir uns natürlich anders vorgestellt."

Der siegreiche Neuling freute sich dagegen mächtig über drei nicht unbedingt einkalkulierte Punkte. "Wir sind über die Leidenschaft gekommen", nannte VfL-Trainer Claus-Dieter Wollitz das Erfolgsrezept des Aufsteigers, dessen famoser Saisonstart im Stadion an der Bremer Brücke eine Begeisterung wie selten zuvor auslöste. "Seit ich hier bin, habe ich die Kurve noch nie so laut gehört", sagte Wollitz.

Quelle: ntv.de