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Zwei Südkoreaner gestorben Nachtclub-Unfall überschattet Schwimm-WM

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Bei dem Unglück in dem Nachtclub brach ein Innenbalkon ab.

(Foto: dpa)

In den frühen Morgenstunden bricht eine Etage eines Nachtclubs im südkoreanischen Gwangju zusammen - ganz in der Nähe des Orts, an dem die Athleten der Schwimm-WM untergebracht sind. Unter den Verletzten sind auch Sportler der Weltmeisterschaft.

Ein Unglück in einem Nachtclub in der Nähe des Athletendorfes überschattet die Schwimm-WM im südkoreanischen Gwangju. Berichten der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap zufolge, die sich auf Behörden der Stadt beruft, seien beim Einsturz einer Zwischenetage des Gebäudes in der Nacht zwei Menschen ums Leben gekommen und 17 verletzt worden. Unter den Verletzten sollen neun Sportler der Weltmeisterschaft gewesen sein - bis auf einen Brasilianer soll es sich bei ihnen um Wasserballer handeln.

Die Verletzungen der WM-Starter sind aber offenbar nicht dramatisch. Die meisten Sportler und Sportlerinnen seien nach dem Unglück wieder sicher ins Athletendorf zurückgekehrt. Einer habe aber noch im Krankenhaus bleiben müssen, teilte das OK mit.

Die beiden Toten seien Südkoreaner, die nichts mit der Weltmeisterschaft zu tun hätten, sagte ein Polizeisprecher. Unter den 16 Verletzten seien zehn Ausländer, von denen acht Athleten seien: drei US-Bürger, zwei Neuseeländer, ein Niederländer, ein Italiener und ein Brasilianer.

Medienberichten zufolge ereignete sich der Unfall gegen 2.40 Uhr morgens Ortszeit. Etwa 370 Menschen sollen sich während des Unglücks in dem Nachtclub aufgehalten haben, davon sollen 20 Ausländer gewesen sein. Unter der Plattform in dem Club hätten zum Zeitpunkt des Einsturzes zahlreiche Gäste gestanden, hieß es in Medienberichten. Sie sei etwa 2,50 Meter über dem Boden angebracht gewesen. Der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap zufolge untersucht die Polizei, ob die Einrichtung eventuell illegal erweitert worden sei. Es werde vermutet, dass der Balkon unter der Last zahlreicher Gäste eingebrochen sei.

Mitglieder der deutschen Nationalmannschaft waren nach Angaben des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) nicht am Unglücksort. "Wir sind alle zutiefst bestürzt. Unser ganzes Mitgefühl gilt den Verletzten und weiteren Betroffenen", heißt es in einer DSV-Mitteilung. Der Schwimm-Weltverband erklärte: "Die Fina überprüft die Situation sorgfältig und wird alle Maßnahmen einleiten, um die Gesundheitsversorgung sicherzustellen und Hilfe bereitzustellen, wann immer es nötig ist." "Wir haben es heute Morgen sofort aus den sozialen Medien mitgekriegt nach dem Aufstehen. Ich glaube, es ist ziemlich tragisch, was dort passiert ist", sagte Wasserballer Moritz Schenkel.

Der US-Verband bestätigte gegenüber dem Portal SwimSwam, dass amerikanische Wasserballer unter den Besuchern waren, aber alle Athleten unverletzt zurückgekehrt seien. "Das ist eine schreckliche Tragödie", sagte Christopher Ramsey, Chef der US-Wasserballteams: "Spieler unserer Männer- und  Frauen-Mannschaft haben den WM-Titel der Frauen gefeiert, als der Einsturz geschah."

Quelle: n-tv.de, ftü/AFP/dpa/sid

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