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Fast erfolgreiche Olympia-ProbeNeuer Eis-Tango beschert Hase/Volodin "wackelige Beine"

14.01.2026, 18:53 Uhr
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Die Europameisterschaft ist für Hase/Volodin ein Testlauf für Olympia. (Foto: IMAGO/Action Plus)

Große Erleichterung nach dem ersten Durchgang: Die deutsche Olympia-Hoffnung Hase/Volodin steht bei der Eiskunstlauf-EM nach dem Kurzprogramm auf dem zweiten Platz. Die neue Kür sitzt noch nicht perfekt.

Minerva-Fabienne Hase reckte beide Daumen in die Höhe und pustete kräftig durch, auch Nikita Volodin war erleichtert. Trotz eines nicht fehlerfreien Kurzprogramms haben die deutschen Eiskunstlauf-Hoffnungsträger die Chance auf die erfolgreiche Titelverteidigung bei der Europameisterschaft in Sheffield gewahrt.

Die favorisierten Vize-Weltmeister aus Berlin kamen beim ersten Teil der Olympia-Generalprobe auf 74,81 Punkte. Hase/Volodin liegen vor der Kür am Donnerstagabend (20 Uhr/Eurosport 2) damit auf dem zweiten Platz hinter den Georgiern Anastasia Metelkina/Luka Berulawa (75,96). Auf Rang drei folgen Maria Pavlova/Alexei Sviatchenko aus Ungarn (73,32).

"Wir waren schon ein bisschen nervös. Aber es waren viele gute Elemente in unserem Programm. In die Kür gehen wir wie in jede andere Kür", sagte Hase. Man habe "wackelige Beine" gespürt. Volodin meinte: "Nach einem Kurzprogramm mit einem Fehler sind wir nie ganz zufrieden."

Neuer Tango für Olympia

Das gute Gesamtergebnis für die Deutsche Eislauf-Union (DEU) rundeten Annika Hocke/Robert Kunkel als Vierte ab. Die ehemaligen EM-Dritten aus Berlin (65,47) sind im Kampf um die Podestplätze allerdings nur Außenseiter. Nicht auf dem Eis standen verletzungsbedingt die italienischen WM-Dritten Sara Conti/Niccolo Macii.

Im Kurzprogramm präsentierten Hase/Volodin ihren für die Olympiasaison neu komponierten Tango. Früh musste das Top-Paar der DEU aber einen Rückschlag verkraften, als sich Hase beim Dreifach-Salchow mit der Hand auf dem Eis abstützen musste. Nerven zeigten beide danach nicht mehr.

Die Europameisterschaften dienen den Eiskunstläufern als letzter Härtetest vor den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo (6. bis 22. Februar). Hase hatte die Bedeutung der EM vor diesem Hintergrund im Vorfeld hervorgehoben. "Es geht darum, sich bei der EM nochmal ein bisschen mehr Sicherheit zu holen", so die 26-Jährige: "Wir gehen in diese EM mit dem Ziel rein, vor allem weitere Erfahrungen mit unserem Team zu sammeln."

Auch für Hocke/Kunkel ist die EM der wichtige Olympiatestlauf. Zur Musik von Lady Gaga ("Hold My Hand") zeigte das Duo ein solides Kurzprogramm. Abzüge gab es für die Ausführung des Dreifach-Salchow. "Wir haben uns auf dem Eis sicher gefühlt, aber es geht noch ein Stückchen besser", sagte Hocke. Kunkel ergänzte: "Wir haben nur wenige kleine Fehler gemacht, die kaum aufgefallen sind."

Quelle: ntv.de, ses/sid

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