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Dallas Mavericks krönen sich in Miami Nowitzki hat den Meister-Ring

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NBA-Champion 2011 - die Dallas Mavericks um Dirk Nowitzki.

(Foto: REUTERS)

Er kann es nicht glauben, doch es ist vollbracht: Als erster deutscher Basketballer gewinnt Dirk Nowitzki den Meistertitel in der besten Basketball-Liga der Welt. Im sechsten Finalspiel setzen sich seine Dallas Mavericks bei den Miami Heat mit 105:95 durch und sich damit erstmals die NBA-Krone auf. Nowitzki startet schwach - trifft aber, als es darauf ankommt.

Der Kindheitstraum von Dirk Nowitzki ist endlich Wirklichkeit. Eine Woche vor seinem 33. Geburtstag hat der deutsche Basketballstar den NBA-Titel gewonnen und im Trikot der Dallas Mavericks Geschichte geschrieben. Dank eines 105:95-Sieges bei den Miami Heat entschieden die Texaner die Finalserie der nordamerikanischen Profiliga mit 4:2 für sich und holten erstmals die bedeutendste Trophäe im Klub-Basketball. Nowitzki ist der langersehnte Triumph in seinem 13. NBA-Jahr als erstem Deutschen gelungen. Dazu wurde der Würzburger als wertvollster Spieler der NBA-Finals (MVP) ausgezeichnet.

"Ich kann es wirklich noch nicht glauben. Das Team hat so hart dafür gearbeitet. Die Mannschaft und die 'Mavs-Nation' haben es verdient", sagte Nowitzki, der die Meistertrophäe um 04:52 Uhr deutscher Zeit als erster Spieler in die Höhe streckte. Anschließend erhielt MVP Nowitzki als bester Spieler der Finalserie aus den Händen des Namensgebers den Bill-Russell-Award.

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Nowitzki drehte in Miami erst spät auf, war aber da, als es darauf ankam.

(Foto: dpa)

Nowitzki hatte im sechsten Spiel eine für seine Verhältnisse schwache Wurfquote und war in der American Airlines Arena mit 21 Punkten ausnahmsweise nicht Topscorer seines Teams. Mit einer starken Vorstellung im Schlussviertel hatte er aber großen Anteil am entscheidenden vierten Sieg für Dallas. Bester Werfer der Mavericks, die erfolgreich Revanche für das gegen Miami verlorene Finale von 2006 nahmen, war Jason Terry (27 Zähler) - neben Nowitzki der einzige Dallas-Profi, der schon 2006 dabei gewesen war. Aufseiten der Heat war LeBron James mit 21 Punkten erfolgreichster Spieler.

Comeback mit Nowitzki auf der Bank

Miami erwischte den besseren Start, vor allem dank seines zuletzt enttäuschenden Starspielers James. Der siebenmalige Allstar traf seine ersten vier Würfe, nach einem 12:1-Lauf zogen die Gastgeber auf 20:11 davon. Nowitzki kassierte frühzeitig sein zweites Foul und erhielt danach wenig Spielzeit, doch Dallas übernahm dennoch das Kommando.

Die Mavericks holten den Rückstand auf und setzten sich bis zum Ende des ersten Spielabschnitts sogar auf 32:27 ab. Miami war jetzt völlig von der Rolle, bis auf 40:28 konnte Dallas seine Führung in den ersten Minuten des zweiten Viertels ausbauen. Doch das Pendel schlug erneut um, Miami startete eine Serie und lag schnell wieder vorn. Auch, weil Nowitzki weiter vergeblich nach seinem Rhythmus suchte.

Während der 32-Jährige in der ersten Hälfte bei zwölf Versuchen aus dem Feld nur einmal erfolgreich war, zeigte der schon in Spiel fünf überragende Mavs-Bankspieler Jason Terry mit 19 Punkten als bester Werfer auf dem Parkett eine starke Vorstellung. Zur Halbzeitpause lagen die Mavericks knapp mit 53:51 vorn.

Nowitzki trifft, als es zählt

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Meisterlich: Nowitzki mit Dallas-Spielmacher Jason Kidd, der eine grandiose NBA-Karriere mit 38 Jahren doch noch mit einem Meisterring veredelte.

(Foto: REUTERS)

Nowitzki kam leicht verbessert aus der Kabine, hatte aber weiterhin große Probleme mit seinem Wurf. Dallas dominierte das Spiel aber trotz der Schwächephase seines Topscorers, Ian Mahinmi traf in der Schlusssekunde des dritten Viertels zum 82:71.

Dallas behauptete seinen Vorsprung, weil sich Miami weiter zu viele Fehler erlaubte und Nowitzki immer besser in Schwung kam. 2:28 Minuten vor dem Ende traf der gebürtige Würzburger zum 99:89. Bei 29,5 verbleibenden Sekunden stellte Nowitzki das 103:92 her und machte den Triumph endgültig perfekt  – weil Miami sich anschließend aufgab.

Quelle: ntv.de, sid