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Calles kommt sogar langfristig Oldenburg beeindruckt mit Trainer-Coup

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Calles übernimmt die EWE Baskets nach dem Ende der Ära Rickey Paulding, der als Spieler nach 15 Jahren in Oldenburg seine Karriere beendet hat.

(Foto: IMAGO/Baering)

In Vechta und Hamburg treibt Pedro Calles zwei Basketball-Bundesligisten zu Höchstleistungen, ist deshalb europaweit begehrt. Statt wie erwartet nach Spanien, zieht es den Trainer überraschend nach Niedersachsen. Bei den EWE Baskets Oldenburg ist er Hoffnungsträger eines einschneidenden Neustarts.

Nach einer Saison im Abstiegskampf glauben die EWE Baskets Oldenburg wieder fest an erfolgreichere Zeiten: Mit dem Spanier Pedro Calles verpflichteten die Niedersachsen einen der begehrtesten Trainer der Basketball-Bundesliga. Der 38-Jährige machte bereits bei Rasta Vechta und den Hamburg Towers durch einige Erfolge auf sich aufmerksam. Beim Tabellenelften der aktuellen BBL-Saison unterschrieb er einen Dreijahresvertrag. Calles war durchaus der Wechsel zu einem noch stärkeren Klub zugetraut worden.

"Wir wollten einen Trainer, der unsere Strategie in den nächsten Jahren mitprägen kann, der für modernen Basketball steht, seine Teams und Spieler weiterentwickelt", sagte Baskets-Geschäftsführer Hermann Schüller. "Pedro Calles genießt dank seiner hervorragenden Arbeit einen exzellenten Ruf in Deutschland und Europa. Dass wir ihn trotz vieler Mitbewerber mit unserer Strategie für eine langfristige Zusammenarbeit gewinnen konnten, spricht für die Strahlkraft und das Potenzial der EWE Baskets."

Calles selbst nannte die "hervorragende Führung" des Klubs und auch die Fanszene als Beweggründe für den Wechsel. "Immer, wenn ich zu Auswärtsspielen mit meinen Teams hier war oder auch wenn ich in der EWE Arena Spiele gescoutet habe, war ich von dieser großartigen Unterstützung tief beeindruckt", sagte er. Zuletzt war der Spanier auch mit einem Wechsel in seine Heimat in Verbindung gebracht worden, doch er entschied sich auch für Oldenburg, weil seine Kinder im Nordwesten Deutschlands während seiner Zeit in Vechta geboren wurden.

Der Sportwissenschaftler Calles wurde 2018 Cheftrainer bei Rasta, nachdem er drei Jahre zuvor dort als Assistent begonnen hatte. Nach der Übernahme des Cheftrainerpostens führte er den Aufsteiger überraschend auf den vierten Platz und ins Playoff-Halbfinale der Bundesliga. Vor zwei Jahren wechselte er nach Hamburg, wo er den Klub aus dem Abstiegskampf zweimal nacheinander in die BBL-Playoffs und in die Playoffs des Euro Cups brachte. Vor knapp zwei Wochen kündigte Calles seinen Abschied in der Hansestadt an.

Kurz darauf gaben die Oldenburger nach einer durchwachsenen Saison bekannt, den Vertrag mit ihrem bisherigen Coach und Retter Ingo Freyer nicht zu verlängern. Und das, obwohl Freyer bei den Baskets im Januar die Nachfolge von Mladen Drijencic angetreten und das Team vom letzten Tabellenplatz ins gesicherte Tabellenmittelfeld der Bundesliga geführt hatte. "Mein Ziel ist es, Oldenburg auch sportlich wieder dahin zu bringen, wo es hingehört", sagte Calles. Nach dem Abschied von Liga-Ikone Rickey Paulding, der 15 Jahre für die Niedersachsen aufgelaufen war, bietet sich ihm nun die Chance, selbst eine Ära einzuläuten.

Quelle: ntv.de, tsi/dpa

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