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Unfall bei Rallye Dakar Peterhansel rast auf Titel Nummer 13 zu

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Seine Spuren im Sand: Stéphane Peterhansel.

(Foto: imago/Agencia EFE)

Er kommt als Dritter an - und gewinnt doch die zehnte Etappe der Rallye Dakar: Stéphane Peterhansel stößt mit einem Motorradfahrer zusammen, wartet auf Hilfe - und wird nachträglich zum Sieger erklärt. Nun hat er den Triumph in Buenos Aires im Blick.

Rekordsieger Stéphane Peterhansel ist bei der Rallye Dakar nachträglich zum Gewinner der zehnten Etappe erklärt worden. Der Franzose war nach 448 Kilometern von Chilecito nach San Juan in Argentinien wegen eines Unfalls nur als Dritter ins Ziel gekommen, bekam die verlorene Zeit aber gutgeschrieben und übernahm auch in der Gesamtwertung die Führung. Peterhansel, der seinen 13. Titel anstrebt, profitierte von einer Ausnahmeregel. Der Peugeot-Pilot war nach 83 Kilometern mit Motorradfahrer Simon Marcic kollidiert und bis zum Eintreffen von Helfern bei dem Slowenen geblieben. Marcic erlitt einen offenen Beinbruch.

Peterhansel gewann die Etappe dank einer Zeitgutschrift mit einem Vorsprung von 7:28 Minuten auf den neunmaligen Rallye-Weltmeister Sébastien Loeb, ebenfalls aus Frankreich. Cyril Despres, fünfmaliger Sieger der Motorrad-Wertung, machte den französischen Dreifach-Sieg für Peugeot perfekt. In der Gesamtwertung hat Peterhansel vor den letzten beiden Renntagen einen Vorsprung von 5:50 Minuten auf Loeb, der auf den erstmaligen Gewinn der Rallye Dakar hofft. Keine Chancen mehr auf einen Podestplatz hat derweil der Finne Mikko Hirvonen im Mini des deutschen Teams X-raid. Bei einem Zusammenstoß mit einem LKW ging der Kühler seines Wagens zu Bruch. Ein gutes Tagesergebnis erzielte dagegen der deutsche Beifahrer Timo Gottschalk mit dem saudischen Piloten Yazeed Al Rajhi im Mini als Vierter.

Der chilenische Motorrad-Pilot Pablo Quintanilla (Husqvarna), als Zweiter der Gesamtwertung in die Etappe gestartet, ist nach einem Sturz nicht mehr im Rennen. Der 30-Jährige zog sich eine Gehirnerschütterung zu. Spitzenreiter bleibt der Brite Sam Sunderland (KTM). Der Tagessieg ging zunächst an Michaël Metge (Honda), der Franzose erhielt aber später eine Zeitstrafe, da er einen Wegpunkt ausgelassen hatte. Nutznießer war der zuvor zweitplatzierte Spanier Joan Barreda Bort (Honda). Die elfte und vorletzte Etappe führt am Freitag über 292 Wertungskilometer von San Juan nach Río Cuarto. Die Rallye endet am Samstag in Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires.

Quelle: n-tv.de, sgi/sid