Auto erfasst Walscheid frontalRadprofi entgeht Horrorcrash nur knapp

Radprofi Max Walscheid überlebt einen Trainingsunfall, bei dem ihn ein Auto erfasst, nur mit "unglaublichem Glück". Er stürzt über den Wagen und fliegt meterweit durch die Luft. Doch während das Fahrrad zerstört ist, werden bei Walscheid im Krankenhaus wie durch ein Wunder nur Prellungen diagnostiziert.
Radprofi Max Walscheid (Neuwied) ist im Training frontal von einem Auto erfasst worden und offensichtlich nur knapp einem tragischen Unglück entgangen. "Ich hatte unglaubliches Glück, diesen Unfall zu überleben", sagte der Sprinter in einer Mitteilung seines Teams Cofidis: "Auch wenn wir noch nicht alle Röntgenaufnahmen gemacht haben, habe ich offensichtlich keine Knochenbrüche."
Der 28-Jährige berichtete, er sei auf "einer ruhigen Straße bei perfekten Bedingungen" unterwegs gewesen, als ein entgegenkommendes Auto plötzlich auf ihn zuhielt. "Ich bin über das Auto gestürzt und ein paar Meter weitergeflogen, zum Glück in den Graben und nicht auf den Asphalt", sagte Walscheid: "Mein Fahrrad war völlig zerstört, zehn Meter entfernt."
Walscheid wurde per Hubschrauber ins Krankenhaus von Neuwied gebracht und "musste die Nacht unter Beobachtung verbringen". Am Freitag sollten die Untersuchungen fortgesetzt werden, mit Konzentration auf den Kopf und die Atemwege. Obwohl der Deutsche ohne Knochenbrüche davonkam, sind seine geplanten Starts bei der Flandern-Rundfahrt und dem Scheldeprijs nun unwahrscheinlich. "Gute Besserung Max!", schrieb sein Team auf Twitter.
"Freue ich mich, dass ich noch lebe"
Walscheid hat viele Prellungen erlitten. "Ich kann immer noch nicht glauben, dass ich das ohne viel schlimmere Wunden überstanden habe", sagte der zweimalige Tour-de-France-Teilnehmer: "Gleichzeitig ist es sehr hart, weil ich gute Ergebnisse hatte und das Potenzial sah, noch mehr zu erreichen. Aber heute freue ich mich vor allem darüber, dass ich noch lebe."
Walscheids Unfall ist das jüngste Beispiel für die alltäglichen Gefahren, denen Radprofis bei ihren Trainingsfahrten ausgesetzt sind. Der Horrorsturz von Egan Bernal im Januar hatte mal wieder auf traurige Art und Weise gezeigt, wie gefährlich die offene Straße ist.
Walscheid hatte sich zuletzt in Topform befunden. Der deutsche Sprintspezialist hatte zunächst den Grand Prix de Denain gewonnen und den zweiten Platz bei Nokere Koerse erkämpft, um dann am Mittwoch das Podest beim belgischen Eintagesrennen Minerva Classic von Brügge nach De Panne nur knapp zu verpassen. Dort war nach 207,9 Kilometern auf den vierten Rang gefahren.