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Rekordverdächtiger DEL-AppetitKölner Haie schaffen, was ihnen seit 26 Jahren nicht gelang

02.03.2026, 12:55 Uhr
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Die Kölner Haie sind heiß. (Foto: IMAGO/Beautiful Sports)

Die Kölner Haie sind erstmals seit 2000 Hauptrundensieger der DEL - und haben in den Playoffs noch viel vor. Den kleinen sportlichen Rückschlag vor den Olympischen Spielen steckt die Mannschaft um Moritz Müller gut weg.

Die Kölner Haie siegen und siegen - und sind trotzdem noch längst nicht zufrieden. "Wir müssen uns weiter verbessern", sagte Nationalspieler Parker Tuomie nach dem 1:0 des überlegenen Tabellenführers der Deutschen Eishockey Liga (DEL) bei Red Bull München, dem 19. Sieg in den letzten 20 Spielen. Es klang wie eine Drohung.

Vor der Olympiapause hatte der achtmalige Meister bereits mit 16 Erfolgen nacheinander einen neuen DEL-Rekord aufgestellt, ehe eine überraschende 1:4-Heimpleite gegen die Löwen Frankfurt die Serie beendete. Nach dem Restart machten die Haie dann aber einfach weiter - mal torreich wie beim 7:2 gegen die Dresdner Eislöwen und beim 6:3 gegen den ERC Ingolstadt, aber auch mal defensivstark wie in München. Seit dem knappen Sieg am Sonntag steht Köln bereits als Hauptrundensieger fest - erstmals seit 2000.

"Wir sind nie zufrieden"

Dennoch: Auf dem höchsten Level sieht sich das Team um Kapitän Moritz Müller noch nicht. "Es ist eines unserer Mottos: Wir sind nie zufrieden, es gibt immer Dinge, die man besser machen kann", sagte Tuomie bei MagentaSport und blickte gleich nach vorne: "Wir haben noch sehr gute Gegner vor den Playoffs, das wollen wir nutzen. "In den verbleibenden fünf Spielen der Hauptrunde treffen die Haie unter anderem auf den Tabellenzweiten Adler Mannheim, den Dritten Straubing Tigers und den Titelverteidiger Eisbären Berlin. Wie könnte man sich besser auf die Playoffs einstimmen?

Vorher aber lockt noch ein weiterer Rekord. 110 Punkte haben Tuomie und Co. bisher gesammelt. Die Bestmarke der Mannheimer von 2019 für eine Saison mit 52 Spielen (116) ist nur noch zwei Siege entfernt. "Wenn man solche Rekorde mitnehmen kann, ist das natürlich was Besonderes", sagte Tuomie, gab aber auch zu, dass man sich "am Ende des Tages nichts davon kaufen" könne. Denn im Kopf haben die Haie vor allem die Playoffs - und die bittere Finalpleite im vergangenen Jahr gegen Berlin mit drei 0:7-Klatschen in Folge. Nach der grandiosen Hauptrunde zählt diesmal nur der Titel - der neunte der Klubgeschichte, der erste seit 24 Jahren.

Nächste Verstärkung eingetütet

Dafür hat Köln sich noch einmal kurzfristig verstärkt: Die letzte freie Kontingentstelle erhielt Verteidiger Markus Nutivaara, der sechste Finne im Team seines Landsmannes Kari Jalonen. "In der Breite und in der Spitze" soll der 31-Jährige laut Sportdirektor Matthias Baldys helfen, nachdem den Haien in der entscheidenden Phase der letzten Saison die gesunden Spieler ausgingen. Schon im Oktober hatte Baldys auf der Torhüterposition mit Janne Juvonen nachgelegt, der inzwischen der beste Goalie der Liga ist und in München seinen fünften Shutout verbuchte. "Janne hält uns den Kasten sauber, wenn wir ihn brauchen", lobte Tuomie.

Auch vor dem Torwart gelang die perfekte Defensivleistung. Vor allem in der Schlussphase in 3:5-Unterzahl verteidigten die Haie mit höchstem Körpereinsatz. "Jeder wirft sich in Schüsse rein", sagte Tuomie, "voran geht Moritz Müller mit einem Riesenblock." In Sachen Kampfgeist dürfte das Verbesserungspotenzial also bereits weitgehend ausgeschöpft sein. Doch irgendwas werden die Haie noch finden - keine gute Nachricht für die Konkurrenz.

Quelle: ntv.de, tno/sid

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