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Rassismus-Kontroverse Rihanna will nicht beim Superbowl singen

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Superstar Rihanna wird wohl nicht beim Superbowl auftreten.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Obwohl Colin Kaepernick eines der größten Talente des American Footballs ist, wird der schwarze Spieler von den NFL-Vereinen geschnitten - weil er gegen Polizeigewalt protestierte. Sängerin Rihanna setzt sich nun mit einem Boykott für Kaepernick ein.

Aus Unterstützung für Football-Profi Colin Kaepernick und dessen politische Protestaktionen in der NFL hat Sängerin Rihanna einem Medienbericht zufolge einen Auftritt beim kommenden Super Bowl abgelehnt. Wegen der Kontroverse um kniende Spieler während der Nationalhymne habe sie Nein gesagt, berichtete das Magazin "US Weekly" unter Berufung auf eine mit den Gesprächen vertraute Person. Mit Kaepernick begann vor gut zwei Jahren die Welle an Protesten von NFL-Profis, die sich während der amerikanischen Hymne per Kniefall oder mit erhobenen Fäusten gegen Polizeibrutalität und Rassenungleichheiten aussprechen.

Die Halbzeitshow im Endspiel der Profiliga NFL ist das größte TV-Ereignis des Jahres in den USA, 2017 schalteten 111 Millionen Menschen ein. Ein Auftritt bei dem Star- und Werbespektakel gilt auch als Krönung einer musikalischen Karriere. Aufgetreten sind unter anderem schon Michael Jackson, Prince, Lady Gaga, Madonna und Bruno Mars. Das Rampenlicht hätte für Rihanna, die derzeit ein neues Album und eine Tour plant, hervorragende Werbung bedeutet.

Der 53. Super Bowl findet im Februar in Atlanta statt. Bestätigt ist US-Medien zufolge bisher ein Auftritt der Band Maroon 5.

Kaepernick findet keine Mannschaft mehr, seit die San Francisco 49ers sich zum Ende der Saison 2016/17 von dem Quarterback trennten. Er war der Entlassung durch einen Ausstieg aus seinem Vertrag zuvorgekommen. Der Sportartikelhersteller Nike verpflichtete ihn kürzlich für eine neue Kampagne. US-Präsident Donald Trump hatte Kaepernick kritisiert und Eigentümer von NFL-Teams aufgefordert, alle "Hurensöhne" zu feuern, die nicht für die Nationalhymne aufstünden.

Quelle: n-tv.de, jve/dpa

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