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Neuer Eigentümer für Newcastle? Saudi-Arabien shoppt in der Premier League

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Der St. James' Park strotzt nur so vor Fußballgeschichte.

(Foto: imago/Sportimage)

Die englische Premier League erhält womöglich neue Ölmillionen: Der saudi-arabische Staatsfonds will anscheinend den Traditionsklub Newcastle United kaufen. Die Fans würden dadurch einen äußerst unbeliebten Eigentümer los, der sich mit einem Gewinn von 150 Prozent verabschieden könnte.

Saudi-Arabien ist auf der Suche nach Investitionsmöglichkeiten offenbar in der englischen Premier League fündig geworden. Der saudi-arabische Staatsfonds verhandele über eine Übernahme des Fußballklubs Newcastle United FC für rund 340 Millionen Pfund, sagen mit den Vorgängen vertraute Personen. Der Käufer ist demnach der Public Investment Fund, das bevorzugte Investment-Vehikel des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman, gemeinsam mit einer Reihe von Investoren um die britische Geschäftsfrau Amanda Staveley.

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Titel hat Newcastle unter Mike Ashley nur dann gewonnen, wenn es um Knausrigkeit ging.

(Foto: imago/Sportimage)

Das islamische Königreich soll demnach seit langer Zeit auf der Suche nach einem prestigeträchtigen Fußballklub sein, den es als Werbeplattform für seine politische Modernisierung nutzen kann. In der Vergangenheit soll das Königshaus einen Kauf des FC Chelsea und Rekordmeister Manchester United aber als zu teuer abgelehnt haben. Ein Newcastle-Deal könnte in den nächsten Tagen oder Wochen abgeschlossen werden, heißt es. Es sei aber auch möglich, dass keine Vereinbarung zustande kommt.

Bisheriger Eigentümer des Traditionsvereins ist der britische Geschäftsmann Mike Ashley. Er hatte Newcastle United 2007 für 134 Millionen Pfund übernommen, gilt aber als knausrig und gehört zu den unbeliebtesten Klubbesitzern der Premier League.

Erfolglos, aber beliebt

Newscastle zählt zu den bekanntesten und ältesten Klubs des englischen Fußballs, aber auch zu den erfolgslosesten. Die letzte Meisterschaft liegt bereits fast einhundert Jahre zurück, auch in der aktuellen Saison findet sich der Klub in der unteren Tabellenhälfte wieder. Dennoch zählt er zu den beliebtesten: Letzte Saison kamen im Schnitt gut 50.000 Zuschauer in den St. James' Park in der nordenglischen Industriestadt. Die Klubführung wollte die Übernahmegerüchte laut dem britischen "Guardian" nicht kommentieren.

Bei einer Übernahme darf Newcastle mit einer erheblichen Finanzspritze rechnen, die der von Manchester City ähneln könnte. Der Ligakonkurrent wurde 2008 von Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan aufgekauft, der zur Herrscherfamilie von Abu Dhabi gehört. Seit der Übernahme hat er mehr als eine Milliarde Euro in neue Spieler und Trainingseinrichtungen investiert. Durch die Investitionen gewann der Klub seine erste Meisterschaft seit 1968 und vier in den letzten zehn Jahren.

Quelle: ntv.de, chr/DJ

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