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Gelsenkirchen jubelt Schalke erneut siegreich

Schalke 04 hat den DFB-Pokal gewonnen. Im Finale setzte sich der Cup-Verteidiger im Berliner Olympiastadion mit 4:2 (1:1) gegen Vizemeister Bayer 04 Leverkusen durch. Während Schalke nach 1937, 1972 und 2001 zum vierten Mal das Finale für sich entschied, ging Leverkusen nach der Meisterschaft auch im Pokal-Wettbewerb leer laus.

Bayer war in diesem spannenden, aber längst nicht brillanten Finale in der 27. Minute durch Dimitar Berbatow in Führung gegangen. Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff hämmerte Jörg Böhme einen Freistoß vom Strafraumeck in den rechten oberen Torwinkel.

Die weiteren Treffer für Schalke erzielten Victor Agali (68.), Andreas Möller (71.) und Ebbe Sand (85.). Der Anschlusstrefffer durch Ulf Kirsten (89.) nutzte Bayer nichts mehr. Agali sah in der Nachspielzeit wegen einer Tätlichkeit allerdings noch die Rote Karte.

Schalke-Coach Huub Steevens musste in der zweiten Halbzeit das Spiel von der Tribüne aus beobachten ebenso wie auch Bayer-Trainer Klaus Toppmöller. Zum Abschied errang der Schalker Torwart-Oldie Oliver Reck seinen dritten Pokal-Erfolg in seiner Laufbahn. 1991 und 1994 war er mit Werder Bremen erfolgreich, 2001 mit den "Königsblauen".

Leverkusen war in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft, sie spielte kreativer, wirkte eingespielter, holte ein Übergewicht im Mittelfeld und hatte die besseren Chancen. Berbatow vergab in der 43. Minute die entscheidende Möglichkeit zum zweiten Treffer für Leverkusen. Stattdessen bewirkte wohl Böhmes Freistoß bei der Werkself einen psychischen Knacks noch vor der Pause.

Stimmen:

Huub Stevens (Trainer Schalke 04): "Wir hatten uns das so gewünscht. Wenn man sich mit einem Titel verabschiedet, hat man alles gut gemacht. Und vor allem etwas für die Fans getan. Zu meinem Platzverweis möchte ich nicht groß Stellung nehmen. Ich habe nichts zum Schiedsrichter gesagt. Ich wollte ihn nur etwas fragen, und da hat er überreagiert. Er wollte wohl ein Zeichen setzten."

Reiner Calmund (Manager Bayer Leverkusen): "Wir hatten das Spiel eigentlich im Griff. Aber der Ausgleich kurz vor der Pause hat das Spiel gekippt. In der 2. Halbzeit hat Schalke verdient gewonnen. Was wir da gespielt haben, war zu wenig."

Carsten Ramelow (Bayer Leverkusen): "Wenn man die 2. Halbzeit so spielt, kann man nicht gewinnen. Das 3:1 war eine Katastrophe; das war anfängerhaft. Dann darf man sich auch nicht wundern, wenn man verliert."

Quelle: ntv.de