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Luitz verpasst "kleine Kugel" Schmid sorgt für deutsche Ski-Überraschung

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Alexander Schmid überraschte in Chamonix mit seinem ersten Karriere-Podest.

(Foto: imago images/GEPA pictures)

Dieses Podest hat sich Alexander Schmid schwer verdient. Auf dem Weg zum besten Ergebnis seiner Weltcup-Karriere gewinnt der 25-Jährige im Parallel-Riesenslalom unter anderem Duelle gegen zwei Top-Favoriten. Ziemlich verärgert ist dagegen DSV-Kollege Stefan Luitz.

Alexander Schmid hat mit Rang drei beim Parallel-Riesenslalom im französischen Chamonix überraschend die erste Podestplatzierung seiner Karriere eingefahren. Der 25-Jährige setzte sich im "kleinen Finale" mit 0,28 Sekunden Vorsprung klar gegen den Amerikaner Tommy Ford durch. Im Halbfinale war er zuvor am späteren Sieger Loic Meillard aus der Schweiz gescheitert. Für den 23-Jährigen war's der erste Erfolg.

Schmid hatte in den ersten Duellen Roland Leitinger aus Österreich, den französischen Mitfavoriten Alexis Pinturault und den Slowenen Zan Kranjec bezwungen. Das Aus in der Vorschlussrunde war unglücklich: Schmid fädelte knapp in Führung liegend am drittletzten Tor ein.

Zuvor war ein sechster Platz beim Riesenslalom von Val d'Isère im Dezember 2017 Schmids bestes Ergebnis im Weltcup gewesen. "Ich bin überaus glücklich, dass das jetzt fürs Podium gereicht hat. Das ist echt unglaublich", sagte Schmid und sprach in der Aufregung sogar von Platz zwei.

Gut Skifahren? Klappt nicht!

Stefan Luitz scheiterte in der ersten K.-o.-Runde an Simon Maurberger aus Italien, als er am Übergang in den Zielhang an einem Tor vorbeifuhr. Damit verpasste der Allgäuer nach seinem zweiten Platz von Alta Badia auch die Chance, die erstmals vergebene kleine Kristallkugel für den Disziplinbesten zu gewinnen. "Wegen der Kugel habe ich mir wenig Gedanken gemacht. Ich wollte gut Skifahren, das ist mir nicht gelungen, das ärgert mich viel mehr", sagte Luitz.

Linus Straßer schied in der zweiten Runde gegen den Schweizer Thomas Tumler, er war später der Final-Gegner seines Landsmannes Meillard, aus. Der Münchner rutschte auf dem schwierigeren roten Kurs am ersten Übergang weg und war damit chancenlos. "Die Welle kam so schnell", sagte er. "Aber bis zu dem Ausscheiden habe ich mich gut gefühlt." Schon beim Slalom am Samstag war Straßer ausgeschieden. Im Finale hatte er nach wenigen Sekunden eingefädelt.

Quelle: ntv.de, tno/sid