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Trotz Olympia-Drama und Prozess Superstar Biles will noch nicht aufgeben

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Geht es doch noch weiter für Simone Biles?

(Foto: imago images/PanoramiC)

Die Turnerin Simone Biles befindet sich vor den Olympischen Spielen in Tokio in der besten Phase in ihrer Karriere. Doch im Sommer 2021 bricht der US-Superstar vor den Augen der Weltöffentlichkeit dramatisch ein. Sie macht ihre mentalen Probleme öffentlich. Aber noch will sie nicht aufgeben.

US-Turnerin Simone Biles schließt eine Fortsetzung ihrer sportlichen Karriere nicht aus. "Ich will sehen, wozu ich fähig bin, wie talentiert ich sein kann", sagte die 25-Jährige in einem "USA Today"-Interview, das am Montag veröffentlicht wurde. Sie sei wieder zurück in den Sport gekommen, damit sie in zehn Jahren nichts bereuen müsse. "Heute kann ich wirklich sagen, dass ich nichts bereue, aber vielleicht könnte ich noch ein bisschen mehr geben, um zu sehen, was möglich ist."

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Die Ausnahmeathletin und Rekordweltmeisterin wird in diesem Jahr von "USA Today" als eine der "Frauen des Jahres" ausgezeichnet. Biles nahm 2021 an den Olympischen Spielen in Tokio teil, machte dort mentale Probleme öffentlich und verzichtete deswegen auf mehrere Starts. Die 19-malige Weltmeisterin und vierfache Olympiasiegerin von Rio 2016 hatte damals von "Twisties" berichtet - so werden in den USA mentale Blockaden im Turnen genannt. "Mein Geist und mein Körper sind einfach nicht im Einklang", hatte der US-Star auf Instagram geschrieben. Sie sprach auch von einem "Kampf gegen Dämonen".

Die Star-Turnerin gehörte zu hunderten Turnerinnen und deren Eltern, die wegen sexuellen Missbrauchs gegen den früheren amerikanischen Teamarzt Larry Nassar geklagt hatten. Seither spricht sie offen über ihre emotionale Belastung. In den Augen mancher in den USA sei sie "jetzt wahrscheinlich schon zu alt" für eine Turnerin, sagte Biles in dem Interview, "aber ich habe wirklich das Gefühl, dass ich vor Tokio in meiner besten Phase war". Zuvor habe sie geglaubt, diesen Höhepunkt bereits 2016 erreicht zu haben. Als damals 19-Jähriger sei ihr gesagt worden, dass sie nicht mehr besser werden würde. "Man muss diese negativen Ansichten einfach verdrängen und sich weiter anstrengen."

Quelle: ntv.de, sue/dpa

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