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Starkes EM-Debüt von Vogelmann Supertalent übertrifft eigenen Weltrekord

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Überragend: Kliment Kolesnikow.

(Foto: imago images/Insidefoto)

Am ersten Europameisterschafts-Tag der Beckenschwimmer feiert eine deutsche Sportlerin ein hochemotionales Debüt. Für Nationalteam-Kollegin Angelina Köhler läuft es dagegen nicht ganz so gut wie erhofft. Ein russischer Rückenspezialist trumpft groß auf.

Zoe Vogelmann freute sich über ihr EM-Debüt auf der Langbahn, Rückenschwimmer Kliment Kolesnikow zauberte eine Weltrekordzeit ins Budapester Becken: In Abwesenheit der meisten deutschen Olympia-Starter nutzte die erst 17 Jahre alte Lagenschwimmerin Vogelmann ihre Chance zur Präsentation auf der großen Bühne. Dann setzte der Russe Kolesnikow das erste fulminante internationale Achtungszeichen in der Duna Arena. In 23,93 Sekunden verbesserte der 20-Jährige seine eigene Bestmarke über 50 Meter um sieben Hundertstelsekunden.

Kurz zuvor war Vogelmann das Lächeln trotz Erschöpfung und Schutzmaske deutlich anzusehen gewesen. Sie schlug nach 4:45,61 Minuten an und kam über 400 Meter auf den siebten Platz. Schon der Einzug ins Finale war für sie ein Erfolg. "Ich war wie losgelöst", sagte die Heidelbergerin. "Heute bin echt geflogen. Es hat so viel Spaß gemacht", kommentierte sie ihren Vorlauf, in dem sie in 4:43,51 Minuten persönliche Bestzeit geschwommen war. Auch wenn sie an diese Zeit am Abend nicht mehr ganz herankam, war die jüngste Sportlerin im deutschen Team glücklich. "Es war ein cooler Tag", sagte sie. Den Europameistertitel sicherte sich Lokalmatadorin und Top-Favoritin Katinka Hosszu.

"Ich habe alles gegeben"

Nicht ganz wie erhofft lief es für Angelina Köhler. Die 20-Jährige aus Hannover verpasste in 58,64 Sekunden den Endlauf über 100 Meter Schmetterling. Köhler wollte sich nach der wegen einer Corona-Infektion verpassten Qualifikations-Chance von Berlin im April mit einer starken Leistung doch noch für ein Olympia-Ticket empfehlen. Mit ihrer Zeit blieb sie jedoch über der für Tokio geforderten Marke von 57,90 Sekunden und kam nicht an ihre persönliche Bestzeit heran. "Ich habe alles gegeben", sagte Köhler. "Da fehlt mir auch ein bisschen die Wettkampferfahrung, die wir leider dieses Jahr nicht hatten."

Für Olympia-Normerfüller Lucas Matzerath reichte es über 100 Meter Brust in 59,65 Minuten ebenfalls nicht für den Endlauf. Auch Rückenschwimmer Marek Ulrich und Freistilschwimmerin Jessica Felsner schieden über 50 Meter im Halbfinale aus. Der Deutsche Schwimm-Verband tritt mit einer jungen und größtenteils unerfahrenen Mannschaft in Ungarn an.

Quelle: ntv.de, tno/dpa

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