Fußballticker

Automatisch aktualisieren
 2. Bundesliga, So., 23. Sep. 13:30 Uhr SpieltagTabelle
Heidenheim 2:0 (0:0) Fürth Spielbericht
Hamburg 0:5 (0:3) Regensburg Spielbericht
Duisburg 1:2 (1:0) Aue Spielbericht
Paderborn 4:4 (2:1) Magdeburg Spielbericht
 1. Bundesliga, So., 23. Sep. 15:30 Uhr SpieltagTabelle
Leverkusen 0:0  Mainz Spielbericht
Sport
Er lamentiert, er wütet, er geht - der Australier Nick Kyrgios wird seinem Image als Bad Boy wieder einmal gerecht.
Er lamentiert, er wütet, er geht - der Australier Nick Kyrgios wird seinem Image als Bad Boy wieder einmal gerecht.(Foto: imago/Xinhua)
Dienstag, 10. Oktober 2017

Kyrgios flieht vom Platz: Tennis-Bad-Boy droht neuerliche Strafe

Es ist eine Platzflucht mit Ansage: Der Australier Nick Kyrgios leistet sich beim Tennisturnier in Shanghai erneut einen Fauxpas. Auf Schimpftiraden folgt die Aufgabe wegen angeblicher Schmerzen. Nun muss der 22-Jährige - mal wieder - eine Sperre fürchten.

Der Bad Boy im Tennis-Zirkus hat seinem wenig schmeichelhaften Spitznamen wieder einmal alle Ehre gemacht: Nick Kyrgios schnappte sich seine Tasche, hob noch einmal ironisch den Daumen in die Höhe und ließ nach seiner überraschenden Aufgabe ebenso verblüffte wie lautstark protestierende Zuschauer zurück. Es war ein weiteres Kapitel in der nicht enden wollenden Geschichte vom hochbegabten, aber anscheinend lernresistenten Rüpel aus Down Under.

Kein Bock mehr - Nick Kyrgios.
Kein Bock mehr - Nick Kyrgios.(Foto: AP)

 Seine vorzeitige Platzflucht während des Erstrundenspiels beim ATP-Masters in Shanghai gegen Steve Johnson aus den USA hatte der beständig verhaltensauffällige Kyrgios wenige Minuten zuvor angekündigt. Nachdem er einen Ball ins Publikum gefeuert hatte und auf die folgende Verwarnung mit Schimpftiraden reagierte, bekam der 22-Jährige vom Stuhlschiedsrichter einen Strafpunkt aufgebrummt. Daraufhin brüllte der Weltranglisten-21. aus Australien: "Wenn ich den Satz verliere, gebe ich auf."

Gesagt, getan. Nach dem 5:7 im Tiebreak des Auftaktdurchgangs beendete Kyrgios das Match vorzeitig. Angeblich wegen Schulterproblemen, von denen vorher nichts zu sehen war. Eine gute Stunde später entschuldigte er sich via Twitter und erklärte seine Aufgabe unter anderem mit einem Magen-Infekt und fehlender Kraft für eine Fortsetzung des Spiels.

Sperre und Geldstrafe halten Kyrgios nicht ab

Die Spielervereinigung ATP leitete ungeachtet dessen bereits Untersuchungen ein. Eine neuerliche Sperre für Wiederholungstäter Kyrgios, dem nicht nur US-Ikone John McEnroe das Potenzial für Grand-Slam-Titel bescheinigt, scheint unausweichlich. Der Kreis schloss sich auf diese unschöne Art und Weise im mondänen Qi Zhong Tennis Center. Vor genau einem Jahr hatte der Sohn eines griechischen Malers und einer Computerexpertin aus Malaysia seine Zweitrundenpartie an gleicher Stelle gegen den Hamburger Mischa Zverev quasi abgeschenkt.

Kyrgios wurde daraufhin von der ATP für drei Wochen aus dem Verkehr gezogen und musste 16.500 Dollar Dollar zahlen. Im Jahr davor war der Davis-Cup-Spieler sogar für einen Monat gesperrt worden, weil er während eines Matches gegen Stan Wawrinka die Freundin des Schweizers beim Seitenwechsel als Fremdgängerin beschimpft hatte.

Tennis-Legende will Kyrgios zähmen

Erst am vergangenen Sonntag war Kyrgios mit seinen Brilli-Ohrringen und den auffälligen Gold-Ketten bei seiner Final-Niederlage in Peking gegen Rafael Nadal (Spanien) komplett ausgeflippt. Vielleicht kann ausgerechnet der früher ebenfalls regelmäßig ausgerastete McEnroe das Enfant Terrible zähmen. Der Amerikaner brachte sich jüngst als Coach für Kyrgios, der gut mit Alexander Zverev befreundet ist, ins Gespräch. "Nick ist der talentierteste Spieler auf der Tour. Wenn mich ein Spieler wie er fragen würde, ob ich ihn trainieren würde, würde ich es tun", sagte Big Mac.

Vielleicht auch, weil die frühere Nummer eins um die andere Seite von Kyrgios weiß. Der Australier gehört zu den Profis, die die Hilfskampagne von Monica Puig unterstützen. Die Olympiasiegerin aus Puerto Rico sammelt Spenden für die Sturmopfer auf der von Hurrikan Maria verwüsteten Karibik-Insel.

Quelle: n-tv.de