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Fury haut Wilder K.o. "The Gypsy King" ist wieder Box-Weltmeister

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Tyson Fury, Box-Weltmeister.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im November 2015 steigt Tyson Fury durch einen Sieg über Wladimir Klitschko überraschend auf den Box-Thron. Anschließend zwingen ihn Drogen und Depressionen, seinen WM-Titel zurückzugeben. Dank eines dominanten Auftritts in Las Vegas holt sich der "Gypsy King" seinen Gürtel zurück.

Tyson Fury ist wieder Box-Weltmeister im Schwergewicht. Der 31 Jahre alte Brite gewann im MGM Grand von Las Vegas gegen Titelverteidiger Deontay Wilder aus den USA durch technischen K.o. in der siebten Runde und ist neuer WBC-Champion. Für Fury war es der 30. Sieg im 31. Kampf.

"What a fight! Das Genie des Wahnsinns hat gewonnen", zeigte sich Ex-Boxer Rüdiger May im Gespräch mit RTL/ntv begeistert vom Auftritt Furys. Vor 17.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena zeigte der Brite eine dominante Vorstellung. Fury habe "seine Prophezeiung wahrgemacht und Wilder unter Druck gesetzt". Wilder ging bereits in der dritten Runde erstmals zu Boden und wirkte von da an schwer angeschlagen und blutete unter anderem aus dem Ohr. Für ihn war es im 43. Kampf als Profiboxer die erste Niederlage überhaupt.

May hatte vorab gesagt, er rechne mit den spektakulärsten ersten fünf Runden, die das Schwergewicht seit langem gesehen habe: "Und genau so ist es gekommen. Tyson Fury hat das Gewicht, das er aufgebaut hat", genutzt, "um Wilder im Nahkampf Kraft zu ziehen". Fury habe seinen Gegner "ausgezehrt" und damit den Kampf für sich entschieden. May zollte dem frisch gekrönten Champion großen Respekt, seinen Plan so geradlinig und konsequent umgesetzt zu haben.

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Deontay Wilder hatte Fury wenig entgegenzusetzen.

(Foto: picture alliance/dpa)

"The Gypsy King" Fury war schon einmal Weltmeister, nachdem er im November 2015 überraschend Wladimir Klitschko durch einen einstimmigen Punktsieg entthront hatte. Im Anschluss durchlebte der Boxer aus Manchester eine schwierige Zeit mit Drogen-Affären, Depressionen und Selbstmordgedanken. Im Oktober 2016 gab er seinen Gürtel zurück.

Noch ist nicht ganz klar, wie es für Fury weitergeht. Entweder kommt es zu einer dritten Auflage gegen Wilder, der erste Kampf endete im Dezember 2018 mit einem Remis. Oder Fury darf sich auf einen Mega-Kampf gegen Landsmann Anthony Joshua freuen, der die Titel der anderen drei wichtigen Verbände im Schwergewicht (IBF, WBO und WBA) hält.

Quelle: ntv.de, chr/tsi/sid