Hoffmann wieder vorne mit dabeiTournee-Dominator Prevc muss sich im 0,7-Punkte-Krimi geschlagen geben

Zum elften Mal in Folge steht Domen Prevc auf dem Podest, erstmals bei dieser Vierschanzentournee aber nicht als Sieger. In Innsbruck muss sich der Skisprung-Dominator Ren Nikaido ganz knapp geschlagen geben. Felix Hoffmann zeigt sich stark, Andreas Wellinger ärgert sich.
Ren Nikaido hat das Bergiselspringen der Vierschanzentournee in Innsbruck gewonnen. Der Japaner holte den ersten Weltcupsieg seiner Karriere vor Domen Prevc, der als Zweiter mit 0,5 Punkten Rückstand seinen dritten Tagessieg knapp verpasste. Der Slowene liegt aber in der Gesamtwertung nach drei von vier Stationen weiter klar vorn. Vor dem Finale in Bischofshofen führt er die Gesamtwertung mit umgerechnet 22 Metern Vorsprung auf Jan Hörl klar an, der Österreicher wurde in Innsbruck hinter seinem Teamkollegen Stephan Embacher Vierter.
Als bester Deutscher belegte Felix Hoffmann den fünften Rang, auch in der Gesamtwertung ist der Thüringer als Fünfter bester DSV-Adler. Dabei blieb er vor seinem zweiten Sprung kurz am Balken hängen. "Vielleicht hat es das gebraucht. Ich bin mit dem Schuh hängen geblieben - aber dann bin ich ins Segeln gekommen", sagte er im ZDF. Auch Philipp Raimund überzeugte als Zwölfter, verlor in der Gesamtwertung aber einen Rang und ist nun Siebter. Pius Paschke landete auf dem 28. Platz.
Karl Geiger (31.) und Andreas Wellinger (37.) schafften es dagegen auch im dritten Tournee-Springen nicht in den zweiten Durchgang. "Ich habe leider die Landung verkackt. Und das ärgert mich enorm", sagte der zweimalige Olympiasieger Wellinger. Geiger sah zumindest "einen Schritt in die richtige Richtung."
Vor 21.125 Zuschauern, davon je 9400 Österreicher und Deutsche, schrieb Prevc derweil seine Erfolgsgeschichte fort. Zehn Jahre nach seinem Bruder Prevc kann er den Goldadler holen, in Innsbruck stand der Überflieger zum elften Mal in Folge auf dem Treppchen. Bis zum Weltcup-Rekord von Janne Ahonen aus dem Winter 2004/05 fehlen ihm nur noch zwei weitere Podestplätze.
Weiter geht es für Prevc, Hoffmann und Co. schon am Montag (16.30 Uhr/ARD und Eurosport) mit der Qualifikation in Bischofshofen. Auf der Paul-Außerleitner-Schanze hat der Slowene in seiner Karriere noch nie das Podest erreicht, nun kann er dort seiner Titelsammlung erstmals den Goldenen Adler hinzufügen.