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Falls in Sotschi die Bombe hochgeht USA bereiten Evakuierung vor

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Der Bolschoi-Eispalast (r.) fasst 12.000 Zuschauerplätze und das Fisht Olympiastadion (l.) kat eine Kapazität von 40.000 Zuschauern.

(Foto: dpa)

Die Welt ist gewarnt: Russlands Staatsfeind Nummer eins, der Islamist Umarow, will die Olympischen Spiele in Sotschi "mit allen Mitteln" verhindern. Die Russen verwandeln die Stadt in eine Festung, die USA proben, wie sie ihre Sportler notfalls dort rausholen können.

Die USA wollen den Fall der Fälle gewappnet sein und richten sich mögliche Terroranschläge in Sotschi ein. Dazu gehört auch ein Evakuierungsplan für US-Sportler, die an den Olympischen Winterspielen in der russischen Stadt teilnehmen. Amerikanische Zeitungen berichten, dass eine private Sicherheitsfirma während der Spiele im Februar bis zu fünf Flugzeuge bereit hält, mit denen die US-Sportler ausgeflogen werden könnten.

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Eine Polizistin hat das olympische Biathlon- und Skilanglaufzentrum "Laura" auf dem Psechako-Bergkamm im Blick.

(Foto: dpa)

Das Unternehmen Global Rescue ist seit dem Jahr 2006 für die US-Skifahrer und Snowboarder tätig. "Derartige Sicherheitsmaßnahmen hat es aber bisher nicht gegeben", sagte Firmenchef Dan Richards der Zeitung "US Today". Normalerweise gebe es keine Wettbewerbe an Orten wie Sotschi, ergänzte Richards.

Die Spiele finden vom 7. bis zum 23. Februar statt, vom 7. bis zum 16. März folgen die Paralympics. Seit diesem Dienstag gelten die schärfsten Sicherheitsmaßnahmen in der olympischen Geschichte. Die russischen Behörden setzen Überwachungssatelliten, Drohnen, Boden-Luft-Raketen sowie etwa 37.000 Polizisten und Soldaten ein, um die Stadt am Fuß des Kaukasus zu schützen.

Strengere Sicherheitsvorkehrungen treten in Kraft

Unterdessen trat eine neue Regelung für die Moskauer Flughäfen Scheremetjewo und Wnukowo in Kraft, über die der Großteil des internationalen Flugverkehrs in Russland führt. Demnach ist es Passagieren verboten, jegliche Flüssigkeiten mit in die Kabine zu nehmen. Betroffen sind nach Angaben der Moskauer Flughäfen auch kleinste Mengen sowie flüssige Medikamente. Bislang war die Mitnahme von Flüssigkeiten in Mengen bis zu hundert Millilitern erlaubt. Die Neuregelung soll bis zum 21. März gelten.

Die Sorge vor Gewalttaten war kurz vor den Spielen durch zwei Selbstmordanschläge im 700 Kilometer entfernten Wolgograd gestiegen. Durch die Attentate wurden Ende Dezember 34 Menschen getötet. Russlands Staatsfeind Nummer eins, der islamistische Rebellenführer Doku Umarow, hatte im Sommer gedroht, das internationale Sportfest "mit allen Mitteln" zu verhindern.

Die Spiele sind das größte internationale Ereignis in Russland seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion im Jahr 1991. Staatschef Präsident Wladimir Putin ordnete Sicherheitsvorkehrungen an, die weit über das Maß bei den Sommerspielen in Peking im Jahr 2008 hinausgehen. Jedes Auto wird kontrolliert, der Schiffsverkehr auf dem Schwarzen Meer wurde eingeschränkt. Von der Überwachung sind auch die Sportler nicht ausgenommen.

Quelle: ntv.de, ppo/AFP

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