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Mihambo startet mit 450 Metern Vetter knallt schon wieder Mega-Würfe raus

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Zwei Wettkämpfe, zweimal über 90 Meter - die Form bei Johannes Vetter stimmt.

(Foto: imago images/East News)

Dass Johannes Vetter einer der besten Speerwerfer der Welt ist, untermauert der 28-Jährige beim Europacup in Kroatien. Wieder knackt er die 90-Meter-Marke, wieder siegt er. In ansprechender Form mit Blick auf die Olympischen Spiele zeigt sich auch Malaika Mihambo in ungewohnter Umgebung.

Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo war "super happy" und Speerwurf-Ass Johannes Vetter genoss nach getaner Arbeit entspannt die Sonne in Split: Die beiden Leichtathletik-Stars präsentierten sich gut 70 Tage vor den Olympischen Spielen in Tokio (23. Juli bis 8. August) in blendender Verfassung.

"Das ist erst der Anfang", meinte Vetter, der bereits so früh in der Saison 90-Meter-Würfe abfeuert, als wäre es das Normalste der Welt. Beim Winterwurf-Europacup in Split/Kroatien ließ der 28-Jährige der Konkurrenz einmal mehr keine Chance und gewann mit einer Weite von 91,12 Meter. Mit 90,43 Meter knackte der deutsche Rekordhalter ein weiteres Mal die magische 90-Meter-Marke.

"Ich habe mich heute gut gefühlt. Es war aber ziemlich schwer, weil die Anlaufbahn etwas rutschig war, der Wind war ebenfalls schwierig", sagte Vetter, der sich nach dem Wettkampf an einem Adria-Strand entspannte: "Ich habe meinen Trainer zu Beginn der Woche gefragt, was mein Ziel in Split sein sollte. Er meinte, zweimal über 90 Meter. Insofern glaube ich, das war ein guter Job heute."

Die Konkurrenz hat schon vorgelegt

Richtig gute Arbeit lieferte auch Mihambo bei einem Meeting in Pliezhausen im Sprint ab. Die 27-Jährige gewann das Rennen über die ungewöhnliche 150-Meter-Distanz mit 17,44 Sekunden vor Sprintspezialistin Laura Müller (Saarbrücken/17,55) - und tankte damit auch dem Weg nach Tokio weiter Selbstvertrauen. In Japan peilt die Weltmeisterin ja nicht nur im Weitsprung den ganz großen Coup an, sondern auch einen Start in der Sprint-Staffel.

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Müller und Mihambo duellierten sich in Pliezhausen doppelt.

(Foto: imago images/Beautiful Sports)

Ihren Saisoneinstieg deutete Mihambo als "gutes Zeichen für Olympia. Es war das erste Mal, dass ich 150 Meter gelaufen bin. Aber die Zeit ist schon sehr gut", sagte Deutschlands Sportlerin des Jahres. Über 300 Meter unterlag sie Müller mit 37,47 Sekunden um fünf Hundertstel. Schnelle 450 Meter sozusagen, deutlich die Sprintstärke für weite Sprünge scheint also vorhanden.

Dass es mit Gold in Tokio alles andere als einfach wird, zeigt ein Blick auf die Jahres-Weltbestenliste. Mit Tara Davis (7,14 Meter), Chantel Malone (7,08), Daria Klischina (7,01) und Kendell Williams (7,00) sind bereits vier Athletinnen mindestens sieben Meter weit gesegelt. "Ich freue mich, wenn es in Tokio für eine Medaille reicht", sagte Mihambo (Bestleistung: 7,30), die sich nicht zu sehr unter Druck setzen und erst am 21. Mai in Dessau erstmals in diesem Jahr im Weitsprung starten will.

Und deshalb bleibt Mihambo angesichts der Konkurrenz auch cool. Genau wie Vetter, der bereits vor zwei Wochen 91,50 Meter schmiss, verfolgt sie einen genauen Plan. Nämlich die Form immer weiter zu verbessern - um dann in Tokio, wenn es darauf ankommt, topfit zu sein. Es sei "entscheidend", die Form nicht nur "halten zu können", sondern "zu verbessern", hatte sie zuletzt gesagt.

Quelle: ntv.de, tsi/sid

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