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Bittere Tränen und keine Zukunft Was wird aus Golf-Legende Tiger Woods?

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Ein letzes Mal über die Swilcan Bridge.

(Foto: picture alliance / empics)

Tiger Woods ist eine Legende und der größte Superstar des Golfsports. Die Zeit hat ihm übel mitgespielt. Wie so viele Helden stürzt er, durchlebt tiefste Tiefen. Nach einem Autounfall kämpft er, aber nichts wird mehr gut. Auf das erschreckenden Aus bei den British Open folgt das große Rätselraten.

Als die Tränen endlich getrocknet waren und Tiger Woods wieder in die Zukunft schauen konnte, blickte der Golf-Superstar in eine gähnende Leere. "Ich habe nichts geplant. Null. Vielleicht etwas im nächsten Jahr, ich weiß es nicht", sagte der US-Amerikaner, der nach seinem emotionalen Abschied von den 150. British Open "nur" ein Karriere-Ende ausschließen wollte: "Ich werde nicht mit dem Spiel aufhören."

Vielleicht sollte der mittlerweile 46 Jahre alte Woods diese Entscheidung mit etwas Abstand zu seinem bedenklichen Auftritt in der Heimat des Golfsports aber überdenken. Schließlich war es traurig mitanzusehen, wie der 15-malige Major-Champion chancenlos im Duell mit den Jungstars über den altehrwürdigen Old Course im schottischen St. Andrews hinkte.

Die Folgen seines schweren Autounfalls vom Februar 2021, bei dem das rechte Bein mehrfach gebrochen wurde, scheint Woods nicht mehr überwinden zu können. Nur drei Turniere hat der Kalifornier seither absolviert. Bei seinem Comeback beim US-Masters im April hielt Woods noch durch, bei der PGA Championship im Mai musste er aufgeben, bei den US Open im Juni trat er gar nicht erst an.

Woods verabschiedet sich schon

Und wer Woods am Donnerstag und Freitag bei seinen Qualen auf dem ältesten Platz der Welt beobachtete, der musste eigentlich froh darüber sein, dass der Altstar den Cut beim letzten Major des Jahres auf seinem Lieblingsplatz deutlich verpasste. So musste sich Woods beim Jubiläum der Open nicht auch noch am Wochenende über den Platz schleppen.

"Ich hatte ein paar Tränen in den Augen - und ich bin nicht jemand, der sehr oft wegen irgendetwas in Tränen ausbricht", berichtete Woods von seinen Gefühlen während der Ovationen der Fans auf der letzten Spielbahn: "Es war sehr emotional für mich, weil ich einfach nicht weiß, wie es mit meiner Gesundheit weitergeht."

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Selbst die Kollegen wie Rory McIlroy hielten kurz inne und grüßten, weil sie wussten, dass Woods wohl zum letzten Mal in St. Andrews am Start war. Zwei seiner drei Siege bei den British Open hatte Woods dort geholt. Da allerdings ein paar Jahre vergehen werden, bis die Open wieder auf dem Old Course gespielt wird, wird Woods eher nicht zurückkehren. Dessen ist er sich selbst bewusst.

"Ich weiß nicht, ob ich so lange spiele, um noch einmal hierhin zurückzukommen", sagte Woods, dessen Twitter-Eintrag kurz darauf schwer nach Abschied klang: "Ich möchte diesem Ort für all die Erinnerungen danken, die er mir geschenkt hat - und den Fans dafür, dass sie den Empfang auf der 18 zu dieser Liste hinzugefügt haben."

Quelle: ntv.de, sue/sid

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