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Neue Sensation bei British Open? Woods kehrt emotional ins Jagdrevier zurück

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Tiger Woods ist zurück bei den British Open.

(Foto: IMAGO/Action Plus)

"Hier hat alles angefangen", sagt Tiger Woods. Die 150. Auflage der British Open ist für den Golf-Superstar mehrfach speziell. Dreimal gewinnt er das Turnier, stellt 2000 einen Rekord auf. Ein erneuter Sieg des 46-jährigen Rückkehrers auf seinem "Lieblingsplatz" wäre eine Sensation.

Tiger Woods posierte beim Celebration of Champions für Fotos und begeisterte die Zuschauer bereits mit einigen guten Schlägen. Dass am Ende der geteilte zweite Platz bei dem Showevent mit zahlreichen Golflegenden auf dem Old Course in St. Andrews/Schottland für das Woods-Team heraussprang, war nur Nebensache. Der Fokus des US-Superstars liegt auf der 150. Auflage der British Open, die am Donnerstag an gleicher Stelle beginnt.

"Es bedeutet mir sehr viel, hier zu sein, denn hier hat für mich als Amateur alles angefangen", sagte der 46-Jährige: "Ich habe hier mein erstes Spiel gemacht. Ich habe mit (Bernhard) Langer, (Ernie) Els und (Tom) Watson gespielt, und sie alle haben mir gezeigt, wie man es macht. Dies ist mein sechstes Turnier hier, und es ist immer etwas ganz Besonderes."

Gute Erinnerungen dürfte Woods als dreimaliger Champion jedenfalls genügend haben. Bei seinem ersten Triumph 2000 stellte er mit 19 Schlägen unter Par nicht nur einen Rekord für ein Majorturnier auf, sondern wurde mit damals 24 Jahren auch der jüngste Spieler, der den Grand Slam schaffte. Fünf Jahre später gewann Woods erneut in Schottland, hinzu kommt sein Sieg 2006 in Liverpool.

"Mein Lieblingsgolfplatz auf der Welt"

Doch diese Zeiten scheinen vorüber, der einstige Dominator zählt nicht mehr zu den Favoriten. Sein Körper habe "eine Menge durchgemacht, er ist, was er ist. Aber auf Linkskursen kann man noch bis in die 50er Jahre spielen", stellte Woods fest. Er will sich jedenfalls noch nicht komplett abschreiben. Los geht es für Woods am Donnerstag um 15.59 Uhr MESZ. Dann schlägt er gemeinsam mit US-Open-Sieger Matt Fitzpatrick (England) und dem US-Amerikaner Max Homa ab.

Für den Sieg wird aber neben dem Weltranglistenersten Scottie Scheffler (USA) und dem Spanier Jon Rahm vor allem Rory McIlroy aus Nordirland gehandelt. Selbst Titelverteidiger Collin Morikawa (USA) werden nur Außenseiterchancen zugeschrieben. Aus Deutschland ist kein Profi für das einzige Majorturnier außerhalb der Vereinigten Staaten qualifiziert. Woods, der beim US Masters im April sein sensationelles Comeback nach seinem schweren Autounfall gefeiert hatte, trat zuletzt aus gesundheitlichen Gründen kürzer. So gab er bei der PGA Championship nach der dritten Runde auf und verzichtete auf einen Start bei der US Open.

Dass aber der Old Course in St. Andrews gesetzt ist, machte Woods bereits Mitte April klar. "Das ist etwas, das mir sehr am Herzen liegt, ich habe dort zwei Open gewonnen, es ist das Home of Golf und mein Lieblingsgolfplatz auf der Welt", erklärte der 15-malige Majorsieger, der unbedingt bei der "historischen Veranstaltung" dabei sein will und zünftige Teilnahmen offen ließ: "Wenn ich die Chance bekomme, noch einmal zu spielen, wäre das toll, aber es gibt keine Garantie."

Für das Jubiläumsturnier in Schottland und das letzte Major des Jahres wurde sogar extra das Preisgeld aufgestockt. Dem Sieger winken nun rund 2,5 Millionen Euro, insgesamt werden 13,8 Millionen Euro ausgezahlt, das entspricht einer Steigerung um 22 Prozent. Sollte Woods diesen Siegerscheck am Sonntag in Empfang nehmen dürfen, käme das einer Sensation gleich.

Quelle: ntv.de, dbe/sid

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